Medizinische Abteilungen

Dermatologie

In der Dermatologie werden Haut-, Haar- und Nagelerkrankungen, insbesondere Ekzeme, Schuppenflechte, Akne und Pilzinfektionen, fachkundig diagnostiziert und behandelt.

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Dermatologie ist der medizinische Fachbereich, der sich mit der Diagnose, Behandlung und Prävention von Erkrankungen der Haut, der Haare, der Nägel und der Schleimhäute befasst, die zusammen das größte Organ des menschlichen Körpers bilden. Dieses Fachgebiet, auch als Hautheilkunde bekannt, deckt ein breites Spektrum an Erkrankungen ab, darunter allergische Hauterkrankungen, infektiöse Hautkrankheiten, Autoimmunerkrankungen der Haut, Hauttumoren, kosmetische Dermatologie sowie sexuell übertragbare Krankheiten. Die Dermatologie-Abteilung des Koru Krankenhauses bietet ihren Patienten mit ihren fachkundigen Ärzten und moderner Geräteausstattung eine erstklassige Versorgung der Hautgesundheit.

Was ist Dermatologie und warum ist sie wichtig?

Die Haut ist das größte Organ unseres Körpers, das in direktem Kontakt mit der Außenwelt steht und eine Oberfläche von etwa 1,5 bis 2 Quadratmetern aufweist. Als schützende Barriere erfüllt die Haut lebenswichtige Funktionen wie die Abwehr von Infektionen, die Regulierung der Körpertemperatur, die Sinneswahrnehmung und die Synthese von Vitamin D. Hauterkrankungen können nicht nur zu körperlichen Beschwerden führen, sondern auch schwerwiegende psychologische und soziale Probleme verursachen.

Dermatologen sind Fachärzte, die über fundierte Kenntnisse der Struktur und Physiologie der Haut verfügen und auf die Diagnose und Behandlung von Hautkrankheiten spezialisiert sind. Durch Methoden wie die visuelle Untersuchung von Hautläsionen, Dermatoskopie, Biopsien und Laboruntersuchungen stellen sie die korrekte Diagnose und legen den am besten geeigneten Behandlungsplan fest.

In der Dermatologie-Abteilung diagnostizierte und behandelte Krankheiten

Allergische Hauterkrankungen

Allergische Hauterkrankungen gehören zu den am häufigsten vorkommenden Krankheitsgruppen in der dermatologischen Praxis. Zu den wichtigsten Erkrankungen dieser Gruppe gehören:

  • Ekzem (Atopische Dermatitis): Eine chronisch verlaufende Hauterkrankung, die auf einer genetischen Veranlagung basiert und durch starken Juckreiz gekennzeichnet ist. Die atopische Dermatitis, die insbesondere im Kindesalter beginnt, beeinträchtigt die Lebensqualität der Patienten erheblich.
  • Kontaktdermatitis: Eine allergische oder irritative Reaktion auf Stoffe, die mit der Haut in Berührung kommen. Substanzen wie Nickel, Parfüm, Latex und Reinigungsmittel gehören zu den häufigsten Auslösern.
  • Urtikaria (Nesselsucht): Ein Krankheitsbild, das sich durch plötzlich auftretende, juckende, erhabene rote Quaddeln äußert und akut oder chronisch verlaufen kann.
  • Arzneimittelallergien: Hautausschläge, die durch verschiedene Medikamente verursacht werden und ein breites Spektrum von leichten makulopapulösen Exanthemen bis hin zum schweren Stevens-Johnson-Syndrom umfassen können.

Infektiöse Hautkrankheiten

Hautinfektionen können durch Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten verursacht werden. Zu den wichtigsten infektiösen Krankheiten, die in der Dermatologie-Abteilung behandelt werden, zählen:

  • Pilzinfektionen: Fußpilz (Tinea pedis), Leistenpilz (Tinea cruris), Kopfhautpilz (Tinea capitis), Nagelpilz (Onychomykose) und Kandidose.
  • Virale Hautkrankheiten: Warzen (Verrucae), Herpes simplex, Gürtelrose (Herpes zoster), Molluscum contagiosum und virale Exantheme.
  • Bakterielle Hautinfektionen: Impetigo, Zellulitis, Erysipel, Follikulitis, Furunkel und Abszesse.
  • Parasitäre Erkrankungen: Krätze (Skabies), Läusebefall (Pedikulose) und Larva migrans.

Entzündliche Hautkrankheiten

Entzündliche Hautkrankheiten sind bedeutende dermatologische Krankheitsbilder, die durch eine anormale Aktivierung des Immunsystems entstehen und chronisch verlaufen können:

  • Schuppenflechte (Psoriasis): Eine chronische Erkrankung, die durch genetische Veranlagung und Umweltfaktoren ausgelöst wird und durch rote Plaques mit silbrig-weißer Schuppung gekennzeichnet ist. Eine Gelenkbeteiligung (Psoriasis-Arthritis) kann begleitend auftreten.
  • Akne: Ein Zustand, der durch die Entzündung der Talgdrüsen entsteht und zwar häufig in der Pubertät auftritt, aber auch bei Erwachsenen vorkommen kann.
  • Rosazea (Gesichtsrose): Eine chronische Hauterkrankung, die mit Rötungen im Gesicht, sichtbaren Gefäßen sowie entzündlichen Papeln und Pusteln einhergeht.
  • Lichen planus: Eine Erkrankung, die Haut und Schleimhäute betrifft und sich durch violett-rote Papeln äußert.

Haar- und Nagelerkrankungen

Haarerkrankungen bilden ein wichtiges Teilgebiet der Dermatologie. Haarausfall (Alopezie) kann durch viele verschiedene Ursachen entstehen, und eine korrekte Diagnose ist für den Behandlungserfolg von entscheidender Bedeutung.

  • Androgenetische Alopezie: Die häufigste Form des Haarausfalls bei Männern und Frauen. Genetische Veranlagung und hormonelle Faktoren spielen hierbei eine Rolle.
  • Alopecia areata (Kreisrunder Haarausfall): Eine durch Autoimmunmechanismen bedingte Erkrankung, die durch runde, haarlose Stellen gekennzeichnet ist.
  • Telogenes Effluvium: Äußert sich durch diffusen Haarausfall infolge von Stress, hormonellen Veränderungen oder Ernährungsstörungen.
  • Vernarbende Alopezien: Eine Gruppe von Erkrankungen, die zu einem dauerhaften Verlust der Haarfollikel und somit zu irreversiblem Haarausfall führen.

Auch Nagelerkrankungen fallen in den Zuständigkeitsbereich der Dermatologie. Nagelpilz, eingewachsene Nägel (Onycho-Kryptose), Nagelpsoriasis, Nageldystrophien und Nageltumoren werden von Dermatologen beurteilt und behandelt.

Hautkrebs und Hauttumoren

Hautkrebs gehört weltweit zu den häufigsten Krebsarten, wobei die Heilungschancen bei frühzeitiger Diagnose sehr hoch sind. Zu den wichtigsten Hauttumoren, die in der Dermatologie-Abteilung überwacht werden, gehören:

  • Basalzellkarzinom: Der häufigste Hautkrebstyp; er wächst langsam und metastasiert in der Regel nicht. Er tritt häufiger in sonnenexponierten Bereichen auf.
  • Plattenepithelkarzinom: Der zweithäufigste Hautkrebs. Er kann sich auf dem Boden einer aktinischen Keratose entwickeln und bei ausbleibender Behandlung regional streuen.
  • Melanom: Die aggressivste Form von Hautkrebs. Eine frühzeitige Diagnose ist lebensrettend. Bei Veränderungen bestehender Muttermale oder dem Auftreten neuer, auffälliger Läsionen sollte umgehend eine dermatologische Untersuchung erfolgen.
  • Benigne Hauttumoren: Überwachung und bei Bedarf Entfernung gutartiger Neubildungen wie seborrhoische Keratosen, Dermatofibrome, Lipome, Hämangiome und Nävi (Muttermale).

Dermatoskopie und Muttermal-Kontrolle

Die Dermatoskopie ist ein nicht-invasives Diagnoseverfahren, das eine detaillierte Untersuchung von Hautläsionen mittels eines speziellen Vergrößerungsgeräts ermöglicht. Sie gilt als Goldstandard bei der Früherkennung von Melanomen und anderen Hautkrebsarten. In der Dermatologie-Abteilung des Koru Krankenhauses werden Muttermale mittels digitaler Dermatoskopie kartiert und regelmäßig kontrolliert.

Kosmetische Dermatologie

Die kosmetische Dermatologie ist ein wichtiger Teilbereich der Dermatologie, der neben der Hautgesundheit auch die Verbesserung des ästhetischen Erscheinungsbildes zum Ziel hat. Zu den wichtigsten Leistungen in diesem Bereich gehören:

  • Chemisches Peeling: Erneuerung der Haut sowie Behandlung von Flecken und feinen Falten durch den Einsatz verschiedener Säurelösungen.
  • Laserbehandlungen: Laserverfahren zur Behandlung von Gefäßveränderungen, pigmentierten Läsionen, Aknenarben, zur Tattooentfernung und Hautverjüngung.
  • Botulinumtoxin-Anwendungen: Eine wirksame Methode zur Behandlung von Mimikfalten und übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose).
  • Filler-Behandlungen: Konturierung der Gesichtszüge und Ausgleich von Volumenverlusten durch Hyaluronsäure-basierte Füllmaterialien.
  • Mesotherapie und PRP: Injektionstherapien zur Behandlung von Haarausfall und zur Hautverjüngung.
  • Kryotherapie: Vereisung mit flüssigem Stickstoff zur Behandlung von Warzen, seborrhoischen Keratosen und aktinischen Keratosen.

Autoimmunerkrankungen der Haut

Autoimmunerkrankungen der Haut sind Erkrankungen, die durch Angriffe des Immunsystems auf körpereigenes Gewebe entstehen und einen schwerwiegenden Verlauf nehmen können:

  • Pemphigus vulgaris: Eine schwerwiegende Autoimmunerkrankung, die durch schmerzhafte Blasenbildung auf der Haut und den Schleimhäuten gekennzeichnet ist.
  • Bullöses Pemphigoid: Eine chronische Erkrankung, die vor allem bei älteren Menschen auftritt und mit prallen Blasen einhergeht.
  • Vitiligo (Weißfleckenkrankheit): Ein Autoimmunzustand, der durch den Verlust von Melanozyten und die Bildung weißer Flecken auf der Haut gekennzeichnet ist.
  • Dermatomyositis: Eine entzündliche Erkrankung, die Haut und Muskeln betrifft.
  • Lupus erythematodes: Hauterscheinungen einer systemischen Autoimmunerkrankung, die neben der Haut auch viele andere Organe befallen kann.

Aktuelle Behandlungsansätze in der Dermatologie

In der modernen Dermatologie stellen Biologika eine revolutionäre Entwicklung dar, insbesondere bei der Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Psoriasis und atopischer Dermatitis. Gezielte Therapien wie TNF-Alpha-Inhibitoren, IL-17-Inhibitoren, IL-23-Inhibitoren und IL-4/IL-13-Inhibitoren liefern bei Patienten, die auf klassische Therapien nicht ansprechen, äußerst effektive Ergebnisse.

Die Phototherapie ist ein Verfahren, das bei der Behandlung von Psoriasis, Vitiligo, atopischer Dermatitis und anderen Hautkrankheiten eingesetzt wird. Phototherapie-Protokolle wie Schmalband-UVB und PUVA werden in der Dermatologie-Abteilung erfolgreich angewendet.

Wann sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen?

Es wird empfohlen, in folgenden Fällen einen Dermatologen aufzusuchen:

  • Neu entstandene oder sich verändernde Muttermale, Läsionen oder Farbveränderungen der Haut
  • Anhaltender Juckreiz, Rötungen oder Ausschläge
  • Haarausfall oder Probleme mit der Kopfhaut
  • Veränderungen der Form oder Farbe der Nägel
  • Chronische Hautprobleme wie Akne, Rosazea oder Ekzeme
  • Verdacht auf Hautinfektionen (Pilz, Viren oder Bakterien)
  • Anzeichen von Sonnenschäden und Hautalterung
  • Probleme mit übermäßigem Schwitzen oder Hautempfindlichkeit

In der Dermatologie-Abteilung des Koru Krankenhauses bieten unsere Fachärzte Ihnen unter Verwendung modernster Diagnosemethoden und evidenzbasierter Behandlungsprotokolle den für Ihre Haut-, Haar- und Nagelerkrankungen am besten geeigneten Behandlungsplan an. Für alle Beschwerden bezüglich Ihrer Hautgesundheit können Sie unsere dermatologische Poliklinik aufsuchen.

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