Medizinische Abteilungen

Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

In der HNO-Abteilung erfolgt die chirurgische Behandlung von Erkrankungen an Ohr, Nase und Rachen, insbesondere Sinusitis, Mandelentzündung, Mittelohrerkrankungen und Stimmstörungen.

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Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) gehört zu den am häufigsten auftretenden Gesundheitsproblemen in der Gesellschaft. Die HNO-Abteilung, die sich mit der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen im Bereich von Ohr, Nase, Hals, Kopf und Halsregion befasst, bietet umfassende Gesundheitsdienstleistungen für Patienten aller Altersgruppen an. Die HNO-Abteilung des Koru Krankenhauses zielt darauf ab, die Lebensqualität der Patienten durch eine mit fortschrittlicher Technologie ausgestattete Infrastruktur und ein erfahrenes Expertenteam zu verbessern.

Was sind HNO-Erkrankungen?

Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen decken ein äußerst breites Spektrum ab. Diese Erkrankungen umfassen viele verschiedene Pathologien, die das Ohr, die Nase, die Nebenhöhlen, die Mundhöhle, den Rachen, den Kehlkopf und die Halsregion betreffen. Mit der Entwicklung der modernen Medizin haben die Diagnose- und Behandlungsmethoden im HNO-Bereich große Fortschritte gemacht, und dank minimalinvasiver chirurgischer Techniken haben sich die Genesungszeiten der Patienten erheblich verkürzt.

Ohrenerkrankungen und Behandlungsmethoden

Ohrenerkrankungen bilden eine breite Gruppe von Krankheiten, die viele verschiedene Symptome von Hörverlust bis hin zu Schwindel umfassen. Ohrenentzündungen sind besonders im Kindesalter sehr verbreitet und können bei ausbleibender rechtzeitiger Behandlung zu dauerhaftem Hörverlust führen.

  • Otitis Media (Mittelohrentzündung): Diese besonders bei Kindern häufige Erkrankung ist durch Flüssigkeitsansammlungen und Entzündungen im Mittelohr gekennzeichnet. Bei wiederkehrenden Mittelohrentzündungen kann das Einsetzen eines Paukenröhrchens erforderlich sein.
  • Chronische Otitis und Cholesteatom: Lang anhaltende Mittelohrentzündungen können in eine chronische Otitis übergehen. Bei der Bildung eines Cholesteatoms wird ein chirurgischer Eingriff unumgänglich.
  • Hörverlust: Schallleitungs- und sensorineurale Hörverluste erfordern unterschiedliche Behandlungsansätze. Nach einer audiologischen Untersuchung können Optionen wie Hörgeräte oder Cochlea-Implantate in Betracht gezogen werden.
  • Tympanoplastik und Mastoidektomie: Die Reparatur des Trommelfells und die chirurgische Reinigung des Warzenfortsatzes (Mastoid) sind wichtige chirurgische Verfahren zur Behandlung chronischer Ohrenerkrankungen.
  • Vertigo und Gleichgewichtsstörungen: Gleichgewichtsstörungen wie der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel (BPPV), Morbus Menière und Neuritis vestibularis werden von HNO-Spezialisten diagnostiziert und behandelt.
  • Ohrgeräusche (Tinnitus): Tinnitus kann viele verschiedene Ursachen haben; nach einer umfassenden Untersuchung wird ein geeigneter Behandlungsplan erstellt.

Nasen- und Nebenhöhlenerkrankungen

Nasen- und Nebenhöhlenerkrankungen sind bedeutende Gesundheitsprobleme, die die Atemqualität direkt beeinträchtigen und den Alltag der Patienten negativ beeinflussen. Symptome wie verstopfte Nase, Ausfluss, Riechstörungen und Schmerzen im Gesichtsbereich sind die häufigsten Anzeichen für Nasen- und Nebenhöhlenpathologien.

  • Septumdeviation: Die Verkrümmung der Nasenscheidewand, die sogenannte Septumdeviation, ist eine der häufigsten Ursachen für eine verstopfte Nase. Durch eine Septumplastik wird die Nasenscheidewand korrigiert und der Atemweg geöffnet.
  • Sinusitis: Akute und chronische Sinusitis ist eine häufige Erkrankung, die durch eine Entzündung der Nebenhöhlen entsteht. Bei chronischen Sinusitis-Fällen, die nicht auf eine medikamentöse Therapie ansprechen, wird eine endoskopische Nasennebenhöhlenoperation durchgeführt.
  • Nasenpolypen: Polypöse Wucherungen, die von der Nebenhöhlenschleimhaut ausgehen, führen zu verstopfter Nase und Riechstörungen. Mittels endoskopischer Chirurgie können Polypen erfolgreich entfernt werden.
  • Allergische Rhinitis: Die durch Allergene ausgelöste Entzündung der Nasenschleimhaut äußert sich durch Niesen, Juckreiz, verstopfte Nase und wässrigen Schnupfen.
  • Rhinoplastik und funktionelle Nasenchirurgie: Ästhetische Nasenkorrekturen und funktionelle Korrekturoperationen ermöglichen die gleichzeitige Behandlung von ästhetischen und atmungsbezogenen Problemen.

Hals- und Kehlkopferkrankungen

Hals- und Kehlkopferkrankungen äußern sich durch Symptome wie Schluckbeschwerden, Heiserkeit, Halsschmerzen und Atemnot. Die frühzeitige Diagnose und angemessene Behandlung dieser Erkrankungen sind von großer Bedeutung.

  • Tonsillitis und Adenoidhypertrophie: Mandel- und Polypenvergrößerungen sind besonders bei Kindern ein häufiges Problem. Bei wiederkehrenden Infektionen oder dem Vorliegen einer Schlafapnoe wird eine chirurgische Behandlung empfohlen.
  • Heiserkeit und Stimmbanderkrankungen: Zustände wie Knötchen, Polypen, Zysten und Lähmungen an den Stimmbändern beeinträchtigen die Stimmqualität. Nach der Diagnose mittels Laryngoskopie wird eine geeignete Behandlung geplant.
  • Laryngitis: Eine Kehlkopfentzündung kann akut oder chronisch verlaufen. Bei chronischer Laryngitis bildet die Bestimmung der zugrunde liegenden Ursache die Grundlage der Behandlung.
  • Pharyngitis: Eine Rachenentzündung kann viralen oder bakteriellen Ursprungs sein. Insbesondere die Behandlung von Infektionen mit A-Streptokokken durch geeignete Antibiotika ist entscheidend, um Komplikationen zu vermeiden.
  • Schlafapnoe: Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom entsteht durch wiederholte Blockaden der oberen Atemwege während des Schlafs. Es stehen chirurgische und nicht-chirurgische Behandlungsoptionen zur Verfügung.

Kopf- und Halschirurgie

Die Kopf- und Halschirurgie, ein wichtiger Teilbereich der HNO-Abteilung, umfasst die chirurgische Behandlung von Tumoren und massiven Läsionen in diesem Bereich. Pathologien der Schilddrüse und Nebenschilddrüse, der Speicheldrüsen sowie der Lymphknoten fallen in den Zuständigkeitsbereich der Kopf-Hals-Chirurgie.

  • Schilddrüsenchirurgie: Bei Schilddrüsenknoten und Schilddrüsenkrebs wird eine Thyreoidektomie durchgeführt. Bei Operationen, die unter Nervenmonitoring durchgeführt werden, wird das Komplikationsrisiko minimiert.
  • Speicheldrüsenerkrankungen: Steine, Infektionen und Tumoren in den Ohrspeicheldrüsen (Parotis), Unterkiefer- und Unterzungenspeicheldrüsen werden chirurgisch oder konservativ behandelt.
  • Halsmassen: Lymphknotenvergrößerungen, Zysten und tumoröse Formationen im Halsbereich erfordern eine detaillierte Untersuchung und gegebenenfalls einen chirurgischen Eingriff.

HNO-Erkrankungen bei Kindern

Die pädiatrische HNO-Heilkunde gilt als ein wichtiger Teilbereich, der die Diagnose und Behandlung von kinderspezifischen Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen umfasst. Zu den häufigsten HNO-Problemen bei Kindern zählen wiederkehrende Mittelohrentzündungen, Polypen- und Mandelvergrößerungen, Hörverlust und allergische Rhinitis.

Die frühzeitige Erkennung von Hörverlust bei Kindern ist für die Sprach- und Sprachentwicklung von großer Bedeutung. Neugeborenen-Hörscreening und regelmäßige audiologische Kontrollen sind daher äußerst wichtig. Eine durch Polypen- und Mandelvergrößerung verursachte Schlafapnoe kann bei Kindern zu Wachstumsverzögerungen und Verhaltensstörungen führen.

Endoskopische HNO-Anwendungen

In der modernen HNO-Praxis werden endoskopische Methoden zunehmend eingesetzt. Die endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie, endoskopische Ohrenchirurgie und endoskopische Kehlkopfchirurgie sind fortschrittliche chirurgische Techniken, die für Patienten weniger traumatisch sind und eine schnellere Genesung ermöglichen. Dank endoskopischer Ansätze werden postoperative Schmerzen reduziert, die Krankenhausaufenthaltsdauer verkürzt und die kosmetischen Ergebnisse verbessert.

Diagnosemethoden in der HNO-Abteilung

Für die korrekte Diagnose von HNO-Erkrankungen werden verschiedene fortschrittliche Diagnosemethoden eingesetzt. Audiometrie, Tympanometrie, flexible und starre Endoskopie, Computertomographie, Magnetresonanztomographie und Ultraschall gehören zu diesen Methoden. Darüber hinaus sind Allergietests, bakteriologische Kulturen und Biopsieverfahren wichtige Hilfsmittel bei der Diagnose.

Fortschrittliche Gleichgewichtstests wie Vestibularistests und Videonystagmographie (VNG) werden zur Beurteilung von Beschwerden wie Schwindel und Gleichgewichtsstörungen eingesetzt. Mit der Stroboskopie werden die Schwingungsbewegungen der Stimmbänder beurteilt, um Stimmstörungen zu diagnostizieren.

Präventive Ansätze bei HNO-Erkrankungen

Es gibt wichtige Punkte, die beachtet werden müssen, um sich vor HNO-Erkrankungen zu schützen. Der Verzicht auf Tabak und Alkohol, der Schutz vor Allergenen, regelmäßige Bewegung und die Annahme gesunder Ernährungsgewohnheiten sind wirksame Methoden zur Vorbeugung von HNO-Erkrankungen. Zudem ist es für den Erhalt der Hörgesundheit von großer Bedeutung, sich nicht über längere Zeit hochfrequentem Lärm auszusetzen.

In der Hals-Nasen-Ohren-Abteilung (HNO) des Koru Krankenhauses bieten unsere Fachärzte unseren Patienten eine umfassende, zuverlässige und patientenorientierte Gesundheitsversorgung unter Verwendung modernster Diagnose- und Behandlungsmethoden. Unsere erfahrenen HNO-Spezialisten zielen darauf ab, durch die Erstellung von Behandlungsplänen, die auf die individuellen Bedürfnisse jedes Patienten zugeschnitten sind, die besten Ergebnisse zu erzielen.

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