Urologie
In der Urologie werden fortschrittliche minimalinvasive Verfahren einschließlich der robotergestützten Da-Vinci-Chirurgie zur Behandlung von Prostata-, Nieren-, Blasen- und Harnleitererkrankungen eingesetzt.
Die Urologie ist ein chirurgisches Fachgebiet, das sich mit der Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen des Harntrakts (Nieren, Harnleiter, Blase und Harnröhre) sowie des männlichen Fortpflanzungssystems befasst. Die Urologie bietet ein breites Spektrum an Dienstleistungen für Patienten jeden Alters, von Nierensteinen bis hin zu Blasenproblemen, von Prostataerkrankungen bis hin zu urologischen Krebserkrankungen, und spielt eine entscheidende Rolle bei der Lösung vieler Gesundheitsprobleme, die die Lebensqualität direkt beeinflussen. Die Urologie-Abteilung des Koru Krankenhauses bietet Patienten mit ihrem erfahrenen Fachpersonal und ihrer fortschrittlichen technologischen Infrastruktur eine umfassende urologische Gesundheitsversorgung.
Umfang der Urologie-Abteilung
Die Urologie ist nicht nur ein chirurgisches Fachgebiet, sondern ein vielseitiger Fachbereich, der auch medizinische Therapie, Präventivmedizin und Rehabilitation umfasst. Sie befasst sich mit Erkrankungen von Organen wie Nieren, Harnleitern, Blase, Harnröhre, Prostata, Hoden, Penis und Nebennieren. Teilgebiete wie Kinderurologie, Uro-Onkologie, Endourologie, Andrologie, Frauenurologie und Neurourologie verdeutlichen das breite Spektrum der Urologie.
Nierensteinerkrankung (Urolithiasis)
Nierensteine sind ein in der Bevölkerung weit verbreitetes urologisches Problem, das starke Schmerzen verursachen kann. Dieser Zustand, der durch die Kristallisation von Mineralien im Urin entsteht, kann je nach Größe und Lage des Steins zu Symptomen wie starken Flanken- und Bauchschmerzen (Nierenkolik), Blut im Urin, Übelkeit und Erbrechen führen.
Bei der Behandlung von Nierensteinen sind minimalinvasive Methoden von großer Bedeutung. Dank fortschrittlicher Techniken wie der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL), der endoskopischen Steintherapie (URS - Ureterorenoskopie), der flexiblen Ureterorenoskopie (RIRS) und der perkutanen Nephrolitholapaxie (PNL) ist die Notwendigkeit einer offenen Operation weitgehend entfallen.
Die Urologie-Abteilung des Koru Krankenhauses führt die Behandlung von Nierensteinen jeder Größe mit minimalinvasiven Methoden unter Einsatz von Laser-Steinzertrümmerungstechnologie und flexiblen Endoskopen durch. Zur Vorbeugung von Steinrezidiven werden zudem Steinanalysen, metabolische Abklärungen und Ernährungsberatungen als präventive Strategien angewandt.
Prostataerkrankungen
Gutartige Prostatavergrößerung (BPH)
Die gutartige Prostatavergrößerung ist ein Zustand, der mit zunehmendem Alter häufiger auftritt und die Lebensqualität von Männern erheblich beeinträchtigt. Die Vergrößerung der Prostata führt zu einer Kompression der Harnröhre und verursacht Symptome wie Schwierigkeiten beim Wasserlassen, häufigen Harndrang, nächtliches Wasserlassen, einen schwachen Harnstrahl und das Gefühl einer unvollständigen Blasenentleerung.
Bei leichten bis mittelschweren Symptomen erfolgt eine medikamentöse Behandlung mit Alpha-Blockern und 5-Alpha-Reduktase-Hemmern. Wenn die medikamentöse Therapie nicht anspricht oder Komplikationen auftreten, kommen chirurgische Behandlungsoptionen zum Einsatz. Zu den aktuellen chirurgischen Verfahren gehören die transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P), die Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP), die Grünlicht-Laser-Vaporisation und das prostatische Urethral-Lift-Verfahren.
Prostatakrebs
Prostatakrebs ist eine der häufigsten Krebsarten bei Männern und verursacht im Frühstadium meist keine Symptome. Daher werden bei Männern über fünfzig Jahren sowie bei Männern über fünfundvierzig Jahren mit einer familiären Vorbelastung regelmäßige PSA-Screenings und digitale rektale Untersuchungen empfohlen.
Bei frühzeitig erkanntem Prostatakrebs stehen Behandlungsoptionen wie Active Surveillance (aktive Überwachung), radikale Prostatektomie (roboterassistiert oder offen chirurgisch) und Strahlentherapie zur Verfügung. Bei fortgeschrittener Erkrankung werden Hormontherapie, Chemotherapie und zielgerichtete Therapien der neuen Generation eingesetzt. Multiparametrische Prostata-MRT und Fusionsbiopsie-Technologien sind innovative Ansätze, die die diagnostische Genauigkeit erheblich verbessern.
Blasenerkrankungen
Die Harnblase ist ein wichtiges Organ, das für die Speicherung und kontrollierte Entleerung des Urins verantwortlich ist. Zu den Blasenerkrankungen zählen Blasenkrebs, interstitielle Zystitis, überaktive Blase, Blasensteine und Harnröhrenstrikturen.
Blasenkrebs ist eine Krebsart, die sich durch schmerzlose Blutungen im Urin bemerkbar macht und bei der eine frühzeitige Diagnose lebenswichtig ist. Die Visualisierung des Tumors mittels Zystoskopie und die histopathologische Diagnose durch transurethrale Resektion (TUR-B) bilden den ersten Schritt des Behandlungsprozesses. Bei oberflächlichem Blasenkrebs wird eine intravesikale Therapie (BCG oder Chemotherapie) angewandt, bei muskelinvasivem Krebs eine radikale Zystektomie und Harnableitung.
Das Syndrom der überaktiven Blase ist durch häufigen Harndrang, plötzlichen Drang und Dranginkontinenz gekennzeichnet und beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich. Verhaltenstherapien, Blasentraining, Beckenbodenübungen, Anticholinergika und Beta-3-Agonisten gehören zu den Erstlinien-Behandlungsoptionen. In resistenten Fällen können fortgeschrittene Behandlungsmethoden wie Botulinumtoxin-Injektionen und sakrale Neuromodulation angewandt werden.
Harninkontinenz
Harninkontinenz ist ein weit verbreitetes Problem, das bei Frauen und Männern durch unterschiedliche Mechanismen entstehen kann und das soziale Leben negativ beeinflusst. Harninkontinenz, die in verschiedenen Formen wie Belastungsinkontinenz, Dranginkontinenz und Mischinkontinenz auftritt, ist ein behandelbarer Zustand.
Die bei Frauen besonders nach der Geburt und in den Wechseljahren häufig auftretende Belastungsinkontinenz wird mit Beckenbodenübungen und bei Bedarf chirurgisch (Midurethral-Sling-Operation) behandelt. Bei Männern wird die Inkontinenz, die nach einer Prostataoperation auftreten kann, durch Beckenbodenrehabilitation und bei Bedarf durch die Implantation eines künstlichen Schließmuskels behandelt.
Andrologie und Männergesundheit
Die Andrologie ist ein wichtiges Teilgebiet der Urologie, das sich mit der männlichen Fortpflanzungsgesundheit und sexuellen Funktionsstörungen befasst. Männliche Unfruchtbarkeit, erektile Dysfunktion, Peyronie-Krankheit, Hypogonadismus und Ejakulationsstörungen sind die Hauptthemen dieses Bereichs.
Zur Beurteilung der männlichen Unfruchtbarkeit werden Spermienanalysen, Hormontests, Hodensonographie und bei Bedarf genetische Tests eingesetzt. Varikozele-Operationen, mikrochirurgische Spermiengewinnungstechniken (Mikro-TESE) und hormonelle Therapien sind die wichtigsten Behandlungsmethoden bei männlicher Unfruchtbarkeit.
Die erektile Dysfunktion ist nicht nur ein sexuelles Problem, sondern kann auch ein Frühindikator für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein. Daher wird Patienten, die sich mit Beschwerden einer erektilen Dysfunktion vorstellen, eine umfassende kardiovaskuläre Risikobewertung empfohlen. Phosphodiesterase-Typ-5-Hemmer, intrakavernöse Injektionstherapie, Vakuumpumpen und die Implantation von Penisprothesen gehören zu den Behandlungsoptionen.
Kinderurologie
Urologische Erkrankungen im Kindesalter bilden einen speziellen Bereich, der einen anderen Ansatz als bei Erwachsenen erfordert. Hodenhochstand, Hypospadie, vesikoureteraler Reflux, hintere Harnröhrenklappen, Ureterabgangsstenose und Enuresis (Bettnässen) sind die häufigsten pädiatrischen urologischen Probleme.
Der Hodenhochstand tritt bei etwa drei bis fünf Prozent der männlichen Säuglinge auf und erfordert eine chirurgische Behandlung, wenn er bis zum sechsten Monat nicht von selbst abgestiegen ist. Ein frühzeitiger chirurgischer Eingriff ist wichtig, um die Hodenfunktion zu erhalten und das langfristige Krebsrisiko zu senken. Die Hypospadie-Operation ist ein mikrochirurgischer Eingriff zur Korrektur der Lage der Harnröhrenmündung an der Unterseite des Penis.
Urologische Krebserkrankungen
Die Urologie-Abteilung ist neben Prostatakrebs auch für die chirurgische Behandlung vieler anderer Krebsarten verantwortlich, wie Nierenkrebs, Blasenkrebs, Hodenkrebs, Nebennierentumoren und Tumoren des oberen Harntrakts. Dank laparoskopischer und roboterassistierter Operationstechniken ist es möglich, diese Tumoren minimalinvasiv zu entfernen.
Bei Nierenkrebs ist die partielle Nephrektomie (Entfernung des tumorösen Teils der Niere unter Erhalt des gesunden Nierengewebes) der bevorzugte Ansatz, sofern möglich. Hodenkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten bei jungen Männern und eine hochgradig heilbare Erkrankung. Zur Früherkennung ist die regelmäßige Selbstuntersuchung der Hoden von großer Bedeutung.
Minimalinvasive und roboterassistierte Chirurgie
In der modernen urologischen Praxis ersetzt die minimalinvasive Chirurgie zunehmend die offene Chirurgie. Dank laparoskopischer Chirurgie, roboterassistierter Chirurgie und endoskopischer Eingriffe ist eine chirurgische Behandlung mit kleineren Schnitten, weniger Blutverlust und Schmerzen, kürzeren Krankenhausaufenthalten und einer schnelleren Genesung möglich.
Die roboterassistierte Chirurgie bietet insbesondere bei Operationen von Prostata-, Nieren- und Blasenkrebs durch ihre überlegene Bildgebungskapazität und präzise Bewegungsfähigkeit wichtige Vorteile. Die dreidimensionale vergrößerte Sicht und die artikulierten chirurgischen Instrumente ermöglichen es dem Chirurgen, präziser zu arbeiten.
Wann sollte die Urologie-Abteilung aufgesucht werden?
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen: Schwacher Harnstrahl, unterbrochenes Wasserlassen, Schwierigkeiten beim Beginn des Wasserlassens
- Häufiger Harndrang und nächtliches Wasserlassen: Mehr als achtmal am Tag und mehr als zweimal in der Nacht aufstehen
- Blut im Urin: Sichtbares oder bei Untersuchungen festgestelltes Blut
- Flanken- und Nierenschmerzen: Plötzlich auftretende, starke, wellenförmige Schmerzen (Verdacht auf Nierensteine)
- Harninkontinenz: Urinverlust beim Husten, Niesen oder bei körperlicher Anstrengung
- Harnwegsinfektionen: Wiederkehrende Harnwegsinfektionen
- Sexuelle Funktionsstörungen: Erektile Dysfunktion, vorzeitiger Samenerguss
- Unfruchtbarkeit: Ausbleiben einer Schwangerschaft trotz einjährigem ungeschütztem Geschlechtsverkehr
- Hodenschwellung oder -schmerzen: Tastbare Verhärtung oder Masse am Hoden
- Urologische Probleme im Kindesalter: Hodenhochstand, Bettnässen, Harnwegsinfektionen
- Erhöhter PSA-Wert: Bei Screening-Tests festgestellte hohe PSA-Werte
Präventive Ansätze bei urologischen Erkrankungen
Lebensstiländerungen spielen eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung urologischer Erkrankungen. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, ausgewogene Ernährung, regelmäßige körperliche Aktivität sowie der Verzicht auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum sind grundlegende Elemente zur Erhaltung der Gesundheit des Harntrakts. Regelmäßige Gesundheitskontrollen und altersgerechte Screening-Tests ermöglichen es, Krankheiten im Frühstadium zu erkennen.
Bei Patienten mit Nierensteinen in der Vorgeschichte verringern eine ausreichende Wasseraufnahme, eine natriumarme Ernährung und spezifische Ernährungsempfehlungen je nach Steinart das Rückfallrisiko. Zur Erhaltung der Prostatagesundheit werden regelmäßige Bewegung, die Aufrechterhaltung eines gesunden Körpergewichts und regelmäßige urologische Kontrollen ab dem fünfzigsten Lebensjahr empfohlen.
In der Urologie-Abteilung des Koru Krankenhauses bieten unsere Fachärzte unseren Patienten jeden Alters eine umfassende urologische Gesundheitsversorgung unter Anwendung modernster Diagnose- und Behandlungsmethoden. Sie können sich bei Beschwerden im Zusammenhang mit dem Harntrakt oder der männlichen Fortpflanzungsgesundheit an unsere Abteilung wenden.
Unsere Ärzte
Üriner sistem ve erkek sağlığında robotik cerrahi uygulayan ürologlarımız

Prof. Dr. Hasan Biri
Urologie Facharzt für Koru Ankara Hastanesi
Op. Dr. Renat Dadashov
Urologie Facharzt für Koru Ankara Hastanesi
Op. Dr. Sahıl Shamilzada
Urologie Facharzt für Koru Kavaklıdere Hastanesi
Op. Dr. Parvız Mammadov
Urologie Facharzt für Koru Sincan Hastanesi
