Kardiologie

3D-CT-Koronarangiografie

Nicht-invasive dreidimensionale Bildgebung der Herzgefäße.

Die dreidimensionale CT-Koronarangiographie ist ein bildgebendes Verfahren, das eine detaillierte Darstellung der Herzkranzgefäße (Koronararterien) ermöglicht. Diese Methode nutzt die Computertomographie-Technologie (CT), um dreidimensionale Bilder der Herzkranzgefäße zu erstellen. Sie dient als diagnostisches Instrument und stellt eine Alternative zur konventionellen Koronarangiographie (Katheterangiographie) dar. Insbesondere bei Patienten mit niedrigem bis mittlerem Risikoprofil spielt sie eine wichtige Rolle bei der Früherkennung der koronaren Herzkrankheit und kann dank ihres nicht-invasiven Charakters bei einer breiten Patientengruppe sicher angewendet werden. Als Erstlinien-Bildgebungsverfahren in der modernen Kardiologie zur Diagnose der koronaren Herzkrankheit eröffnet diese Technik den Patienten einen komfortablen und sicheren Diagnoseprozess.

Funktionsprinzip der dreidimensionalen CT-Koronarangiographie

Das Verfahren wird mit Mehrzeilen-Computertomographie-Geräten durchgeführt. Hochtechnologische Geräte mit 64, 128 oder 256 Zeilen können in Sekundenbruchteilen Bilder des gesamten Herzens erfassen. Dank EKG-Synchronisation erfolgt die Bildaufnahme in der Phase, in der das Herz ruhig steht, wodurch scharfe Gefäßbilder erzielt werden. Die gewonnenen Hunderte von Schichtaufnahmen werden durch spezielle Software verarbeitet, um eine dreidimensionale Herz- und Gefäßkarte zu erstellen. Die Bilder können aus verschiedenen Winkeln untersucht werden, und der Grad der Gefäßverengungen kann anhand von Querschnittsbildern numerisch ausgedrückt werden. Durch KI-gestützte Analyseprogramme wird die Auswertungszeit verkürzt und die Genauigkeitsrate erhöht.

Anwendungsgebiete

Diagnose der koronaren Herzkrankheit

Sie wird zur Erkennung von Verengungen und Verschlüssen in den Koronargefäßen bei Patienten mit Beschwerden wie Brustschmerzen, Atemnot oder verminderter Belastbarkeit eingesetzt. Eine koronare Herzkrankheit im Frühstadium kann erkannt und der Behandlungsbedarf bestimmt werden. Bei Patienten mit atypischen Brustschmerzen wird durch diese Methode festgestellt, ob weiterführende diagnostische Tests erforderlich sind.

Beurteilung atherosklerotischer Plaques

Die Eigenschaften, die Menge und die Lage von weichen und harten Plaques an der Gefäßwand können detailliert beurteilt werden. Mit dem Kalzium-Scoring kann das langfristige Herzinfarktrisiko berechnet werden. Da weiche Plaques als riskanter eingestuft werden, ermöglicht deren frühzeitige Erkennung den Beginn einer geeigneten medikamentösen Therapie.

Erkennung von Koronaranomalien

Angeborene Koronaranomalien, anormale Gefäßabgänge und -verläufe können klar dargestellt werden. Bei jungen Sportlern liefert diese Untersuchung wichtige Informationen hinsichtlich des Risikos eines plötzlichen Herztodes. Das Screening auf Koronaranomalien bei jungen Menschen, die eine Sportkarriere planen, kann lebensrettend sein.

Bypass- und Stent-Nachsorge

Sie kann zur Beurteilung der Gefäßdurchgängigkeit bei Patienten eingesetzt werden, die sich zuvor einer Bypass-Operation unterzogen haben oder bei denen ein Stent implantiert wurde. Transplantatverschlüsse und Restenosen können nicht-invasiv erkannt werden. Bei Patienten, bei denen neue Symptome auftreten, wird eine schnelle Beurteilung vorgenommen, um die geeignete Behandlungsoption festzulegen.

Beurteilung vor Herzoperationen

Sie wird häufig zur Beurteilung einer begleitenden koronaren Herzkrankheit vor größeren Operationen, wie z. B. Klappeneingriffen, eingesetzt. Auf diese Weise kann bei Bedarf die Durchführung eines Bypasses in derselben Sitzung geplant werden.

Ablauf der dreidimensionalen CT-Koronarangiographie

Vorbereitung und Kontrastmittelinjektion

Den zu untersuchenden Herzkranzgefäßen wird ein Kontrastmittel injiziert. Dieses Mittel ermöglicht die Darstellung des Blutes in den Gefäßen und sorgt dafür, dass die Gefäße während der CT-Untersuchung deutlicher sichtbar sind. Um eine langsame und regelmäßige Herzfrequenz zu gewährleisten, können einigen Patienten vor dem Eingriff Betablocker verabreicht werden. Zur Gefäßerweiterung wird sublingual Nitrat gegeben.

CT-Scan

Nach der Kontrastmittelinjektion erfolgt der CT-Scan. Der CT-Scan nimmt schnell Bilder des Herzens aus verschiedenen Winkeln auf. Diese werden computergestützt verarbeitet, um detaillierte dreidimensionale Bilder der Herzkranzgefäße zu erstellen. Der Vorgang dauert in der Regel weniger als zehn Sekunden, währenddessen der Patient aufgefordert wird, den Atem anzuhalten.

Bildgebung und Auswertung

Die erstellten dreidimensionalen Bilder werden von einem Radiologen oder Kardiologen untersucht. Die Weite der Herzkranzgefäße, Verschlüsse, Verengungen, Plaque-Ablagerungen und andere Anomalien werden beurteilt. Bei Vorliegen einer Anomalie oder Pathologie wird eine Diagnose gestellt und ein geeigneter Behandlungsplan erstellt. Der Ergebnisbericht wird detailliert erstellt und an den behandelnden Arzt des Patienten übermittelt.

Vorteile der dreidimensionalen CT-Koronarangiographie

  • Nicht-invasiv: Es wird kein Katheter eingeführt, es erfolgt kein operativer Eingriff über die Gefäße.
  • Kurze Behandlungsdauer: Die gesamte Untersuchung ist in 15 bis 20 Minuten abgeschlossen.
  • Schnelles Ergebnis: Die Bilder können noch am selben Tag ausgewertet werden.
  • Niedrige Komplikationsrate: Deutlich sicherer als die konventionelle Angiographie.
  • Detaillierte Plaque-Analyse: Die Struktur der Plaques an der Gefäßwand kann untersucht werden.
  • Kein Krankenhausaufenthalt erforderlich: Es handelt sich um einen ambulanten Eingriff.
  • Anatomische Informationen: Auch die Herzkammern und großen Gefäße werden gleichzeitig beurteilt.
  • Hohe Genauigkeit: Der negative Vorhersagewert ist sehr hoch, d. h. bei Patienten mit normalem Befund kann eine Erkrankung ausgeschlossen werden.

Behandlungsprozess

Vor dem Eingriff muss der Patient vier Stunden nüchtern bleiben; der Konsum von koffeinhaltigen Getränken sollte vermieden werden. Die Nierenfunktion wird mittels Bluttests überprüft. Blutdruck und Puls werden gemessen, um den Zustand vor dem Eingriff festzustellen. Während des Eingriffs wird der Patient auf das CT-Gerät gelegt, ein venöser Zugang am Arm gelegt und ein EKG angeschlossen. Wenn die Herzfrequenz geeignet ist, wird nach Kontrastmittelgabe in kurzer Zeit die Aufnahme gemacht. Der Patient erhält Anweisungen zum Anhalten des Atems, und es werden einige Probeläufe durchgeführt. Nach dem Eingriff wird der Patient etwa eine halbe Stunde beobachtet und dann entlassen. Die Ergebnisse werden in der Regel noch am selben Tag ausgewertet und dem Patienten mitgeteilt. Sollten weitere Untersuchungen oder Behandlungen erforderlich sein, werden diese vom Arzt geplant.

Zu beachtende Punkte

Das Verfahren ist möglicherweise nicht für jeden Patienten geeignet. Bei Patienten mit fortgeschrittener Niereninsuffizienz, einer Vorgeschichte von Kontrastmittelallergien oder unkontrollierten Herzrhythmusstörungen werden alternative Methoden bevorzugt. Bei Schwangeren wird es aufgrund der Strahlenbelastung nicht angewendet. Eine hohe Flüssigkeitszufuhr nach dem Eingriff erleichtert die Ausscheidung des Kontrastmittels. Falls eine zusätzliche Bildgebung oder Behandlung erforderlich ist, erfolgt eine entsprechende Überweisung durch den Kardiologen. Wenn Diabetiker Metformin einnehmen, muss das Medikament möglicherweise vor und nach dem Eingriff abgesetzt werden. Bei Anzeichen einer allergischen Reaktion nach dem Eingriff sollte umgehend ein Krankenhaus aufgesucht werden. Regelmäßige Herz-Kreislauf-Kontrollen und die Kontrolle von Risikofaktoren sind entscheidend für die Vorbeugung der koronaren Herzkrankheit.

Als Koru Krankenhaus bieten wir mit unseren hochmodernen Mehrzeilen-CT-Geräten und unserem erfahrenen Kardiologie- und Radiologie-Team die sichersten und präzisesten Methoden zur Diagnose von koronaren Herzkrankheiten an. Wir wissen um die Bedeutung der Früherkennung für die Gesundheit unserer Patienten und setzen unsere Dienstleistungen in diesem Sinne fort.

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