Gastroenterologie
In der Gastroenterologie werden moderne endoskopische Verfahren eingesetzt, um Erkrankungen von Magen, Darm, Leber und Bauchspeicheldrüse zu diagnostizieren und zu behandeln.
Gastroenterologie ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit der Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen des Verdauungssystems befasst. Alle Erkrankungen von Organen wie Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm, Leber, Gallenblase, Gallenwegen und Bauchspeicheldrüse fallen in den Bereich der Gastroenterologie. Die Gastroenterologische Abteilung des Koru Krankenhauses bietet ihren Patienten mit fortschrittlichen diagnostischen Methoden und einem erfahrenen Expertenteam eine umfassende medizinische Versorgung.
Umfang und Bedeutung der Gastroenterologie
Das Verdauungssystem ist eines der komplexesten und umfangreichsten Organsysteme unseres Körpers. Der etwa 9 Meter lange Verdauungstrakt, der vom Mund bis zum Anus reicht, spielt eine entscheidende Rolle bei der Verdauung und Aufnahme von Nährstoffen sowie bei der Ausscheidung von Abfallstoffen. Gastroenterologen sind für die Diagnose und Behandlung aller funktionellen und organischen Störungen verantwortlich, die in diesem System auftreten.
Weltweit gehören Erkrankungen des Verdauungssystems zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen. Beschwerden wie Reflux, Gastritis, Geschwüre, Reizdarmsyndrom, Fettleber und Darmpolypen sind in der Bevölkerung weit verbreitet. Die frühzeitige Diagnose und korrekte Behandlung dieser Krankheiten beeinflussen die Lebensqualität der Patienten unmittelbar.
Wichtige gastroenterologische Erkrankungen
Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD)
Die gastroösophageale Refluxkrankheit ist eine chronische Erkrankung, die durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre entsteht. Sodbrennen, ein bitterer Geschmack im Mund, chronischer Husten und Heiserkeit sind die Hauptsymptome. Unbehandelt kann sie zu schwerwiegenden Komplikationen wie Barrett-Ösophagus und Speiseröhrenkrebs führen. Die Behandlung umfasst Lebensstiländerungen, medikamentöse Therapie und bei Bedarf chirurgische Eingriffe.
Gastritis und peptisches Ulkus
Gastritis ist eine Entzündung der Magenschleimhaut. Eine Helicobacter pylori-Infektion, übermäßiger Alkoholkonsum, Stress und die unregelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln gehören zu den häufigsten Ursachen. Ein peptisches Ulkus (Magengeschwür) bezeichnet offene Wunden in der Wand des Magens oder des Zwölffingerdarms. Es äußert sich durch Symptome wie Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit und Appetitlosigkeit. Die endoskopische Untersuchung ist der Goldstandard im Diagnoseprozess.
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind chronisch entzündliche Erkrankungen des Verdauungstraktes. Bauchschmerzen, blutiger Durchfall, Fieber, Gewichtsverlust und Müdigkeit sind die Hauptsymptome. Diese Krankheiten sind lebenslange Leiden, die in Schüben mit Phasen der Remission verlaufen. Die Behandlung umfasst immunsuppressive Medikamente, biologische Wirkstoffe und bei Bedarf chirurgische Eingriffe.
Lebererkrankungen
Die Leber ist das größte innere Organ des Körpers und erfüllt über 500 lebenswichtige Funktionen. Hepatitis B- und C-Virusinfektionen, alkoholische Lebererkrankungen, nicht-alkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD), Autoimmunhepatitis und Leberzirrhose sind die wichtigsten Lebererkrankungen. Insbesondere die NAFLD hat sich durch die Zunahme von Adipositas und metabolischem Syndrom zu einem wachsenden Gesundheitsproblem entwickelt. Da sie im Frühstadium oft keine Symptome zeigt, sind regelmäßige Kontrollen von großer Bedeutung.
Gallenblasen- und Gallenwegserkrankungen
Gallensteine sind die häufigste Erkrankung der Gallenblase. Schmerzen im rechten Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen und Unverträglichkeit gegenüber fettigen Speisen sind die Hauptsymptome. Gallenwegsverengungen, Cholangitis und Gallenblasenpolypen sind ebenfalls Zustände, die in der gastroenterologischen Praxis häufig beurteilt werden. Die endoskopisch-retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) ist ein wichtiges Verfahren, das sowohl zu diagnostischen als auch zu therapeutischen Zwecken eingesetzt wird.
Pankreaserkrankungen
Akute Pankreatitis und chronische Pankreatitis sind schwerwiegende Erkrankungen, die durch eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse gekennzeichnet sind. Sie äußern sich durch starke Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Fieber. Gallensteine und übermäßiger Alkoholkonsum sind die häufigsten Ursachen. Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine Erkrankung, die aufgrund fehlender Frühsymptome schwer zu diagnostizieren ist und eine ernste Prognose hat.
Dickdarm- und Rektumerkrankungen
Kolorektales Karzinom ist eine der weltweit häufigsten Krebsarten. Im Frühstadium kann es symptomlos verlaufen; jedoch sind Blut im Stuhl, Veränderungen der Stuhlgewohnheiten, unerklärlicher Gewichtsverlust und Bauchschmerzen Warnsignale. Eine regelmäßige Koloskopie-Vorsorge ab dem 50. Lebensjahr ist ein lebensrettender Ansatz zur Früherkennung und Prävention von Darmkrebs. Die frühzeitige Entdeckung und Entfernung von Polypen verhindert die Krebsentstehung weitgehend.
Diagnostische Methoden
In der modernen gastroenterologischen Praxis werden verschiedene fortschrittliche Diagnoseverfahren eingesetzt:
- Obere Gastrointestinalendoskopie (Gastroskopie): Untersuchung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm sowie Biopsieentnahme
- Koloskopie: Beurteilung des gesamten Dickdarms, Polypenentfernung und Krebsvorsorge
- Endoskopischer Ultraschall (EUS): Detaillierte Darstellung der Wand des Verdauungstraktes und des umliegenden Gewebes
- ERCP: Darstellung der Gallen- und Pankreasgänge sowie therapeutische Eingriffe
- Kapselendoskopie: Untersuchung des Dünndarms mittels schluckbarer Kamera
- Fibroscan: Nicht-invasive Messung der Lebersteifigkeit
- Wasserstoff-Atemtest: Diagnose von Laktoseintoleranz und bakterieller Fehlbesiedlung
- Ösophageale pH-Metrie: Objektive Beurteilung der Refluxkrankheit
Endoskopische Behandlungsmethoden
Im Bereich der Gastroenterologie haben endoskopische Behandlungsmethoden große Fortschritte gemacht. Viele Eingriffe wie Polypektomie, mukosale Resektion, submukosale Dissektion, endoskopische Hämostase, Varizenligatur, Ballondilatation, Stent-Platzierung und die Entfernung von Gallensteinen mittels ERCP werden heute endoskopisch ohne Operation durchgeführt. Dank dieser minimalinvasiven Ansätze erholen sich die Patienten schneller und können rasch in ihren Alltag zurückkehren.
Funktionelle gastrointestinale Störungen
Das Reizdarmsyndrom (RDS) ist eine sehr verbreitete funktionelle Darmerkrankung. Sie äußert sich durch Symptome wie Bauchschmerzen, Blähungen, Blähsucht, Durchfall oder Verstopfung. Obwohl keine organische Ursache festgestellt werden kann, beeinträchtigt sie die Lebensqualität der Patienten erheblich. Die Behandlung umfasst Diätanpassungen, Stressmanagement, die Einnahme von Probiotika und symptomatische medikamentöse Therapie.
Funktionelle Dyspepsie ist ebenfalls ein häufiges Krankheitsbild. Sie ist durch ein Völlegefühl im Oberbauch, vorzeitiges Sättigungsgefühl, Brennen und Schmerzen gekennzeichnet. Nachdem organische Ursachen ausgeschlossen wurden, werden Lebensstiländerungen und medikamentöse Therapien angewendet.
Zöliakie und Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung des Darms, die durch Gluten ausgelöst wird. Sie kann sich durch verschiedene Symptome wie chronischen Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen, Gewichtsverlust, Anämie und Osteoporose äußern. Zur Diagnose werden serologische Tests und eine Dünndarmbiopsie verwendet. Die Behandlung besteht in einer lebenslangen glutenfreien Ernährung. Laktoseintoleranz, Fruktosemalabsorption und andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind ebenfalls Zustände, die in der gastroenterologischen Praxis häufig beurteilt werden.
Präventive Gesundheitsvorsorge in der Gastroenterologie
Ein gesunder Lebensstil ist für die Vorbeugung von Erkrankungen des Verdauungssystems von großer Bedeutung:
- Eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
- Regelmäßige körperliche Aktivität
- Verzicht auf Alkohol und Zigaretten
- Anwendung von Stressbewältigungstechniken
- Einnahme von Medikamenten nur unter ärztlicher Aufsicht
- Impfung gegen Hepatitis B
- Regelmäßige Koloskopie-Vorsorge ab dem 50. Lebensjahr
- Früherer Beginn der Vorsorge bei familiärer Vorbelastung mit Verdauungstraktkrebs
Vorteile der Gastroenterologischen Abteilung des Koru Krankenhauses
Die Gastroenterologische Abteilung des Koru Krankenhauses betreut ihre Patienten mit einem multidisziplinären Ansatz. In enger Zusammenarbeit mit Spezialisten für Allgemeinchirurgie, Onkologie, Radiologie, Pathologie und Ernährungsberatung wird für jeden Patienten der optimale Behandlungsplan erstellt. Mit modernsten Endoskopie-Einheiten, einem erfahrenen Expertenteam und einer patientenorientierten Servicephilosophie strebt das Krankenhaus danach, ein zuverlässiges Gesundheitszentrum für Erkrankungen des Verdauungssystems zu sein.
In der Gastroenterologie-Abteilung des Koru Krankenhauses wenden unsere Fachärzte die aktuellsten wissenschaftlichen Ansätze bei der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen des Verdauungssystems an, um unseren Patienten eine umfassende und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung zu bieten.
Unsere Ärzte
Sindirim sistemi hastalıklarında ileri endoskopik yöntemler kullanan uzmanlarımız

Prof. Dr. İbrahim Doğan
Gastroenterologie Facharzt für Koru Ankara Hastanesi
Prof. Dr. Musa Aydınlı
Gastroenterologie Facharzt für Koru Ankara Hastanesi
Doç. Dr. Timuçin Aydoğan
Gastroenterologie Facharzt für Koru Kavaklıdere Hastanesi
