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Pädiatrische Hämatologie und Onkologie

Die pädiatrische Hämatologie und Onkologie diagnostiziert und behandelt Kinderkrebs, vor allem Leukämie, Lymphome und Bluterkrankungen, mit einem Expertenteam.

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Pädiatrische Hämatologie und Onkologie ist ein hochspezialisierter medizinischer Fachbereich, der sich mit der Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Blutkrankheiten und Krebserkrankungen im Kindesalter befasst. Dieser Bereich vereint die Disziplinen Hämatologie (Lehre vom Blut) und Onkologie (Lehre von Krebserkrankungen) und bietet jungen Patienten einen ganzheitlichen Behandlungsansatz. Die Abteilung für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie des Koru Krankenhauses bietet ihren kleinen Patienten mit ihren fachkundigen Ärzten und einem multidisziplinären Team Hoffnung und Heilung.

Womit befasst sich die Pädiatrische Hämatologie und Onkologie?

Pädiatrische Hämatologen bewerten Erkrankungen, die rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen, Blutplättchen (Thrombozyten) und Gerinnungsfaktoren betreffen. Pädiatrische Onkologen führen die Diagnose und Behandlung von gutartigen und bösartigen Tumoren durch, die im Kindesalter auftreten. Da diese beiden Bereiche eng miteinander verknüpft sind, werden sie häufig unter einem gemeinsamen fachärztlichen Dach zusammengefasst.

Krebserkrankungen im Kindesalter unterscheiden sich von denen bei Erwachsenen sowohl in ihren biologischen Eigenschaften als auch in ihrem Ansprechen auf die Behandlung erheblich. Die Mehrheit der Krebserkrankungen bei Kindern ist heilbar, und die allgemeinen Überlebensraten sind heutzutage deutlich gestiegen. Dieser Erfolg ist das Ergebnis frühzeitiger Diagnosen, wirksamer Behandlungsprotokolle und eines kindgerechten, individuellen Ansatzes.

Hämatologische Erkrankungen (Blutkrankheiten)

Anämien (Blutarmut)

Anämie ist das häufigste hämatologische Problem im Kindesalter. Sie kann durch verschiedene Ursachen entstehen:

  • Eisenmangelanämie: Die häufigste Form der Anämie bei Kindern. Mangelernährung, schnelles Wachstum und Störungen der Eisenaufnahme sind die Hauptursachen. Sie äußert sich durch Müdigkeit, Blässe, Appetitlosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten.
  • Thalassämie: Eine erbliche Blutkrankheit, die die Struktur des Hämoglobins beeinträchtigt. Das Trägertum ist in unserem Land weit verbreitet; schwere Formen erfordern regelmäßige Bluttransfusionen.
  • Sichelzellenanämie: Eine genetische Erkrankung, die zu einer Verformung der roten Blutkörperchen führt. Sie kann mit schmerzhaften Krisen und Organschäden einhergehen.
  • Aplastische Anämie: Ein Zustand, bei dem das Knochenmark nicht genügend Blutzellen produziert. Es handelt sich um ein ernstes Krankheitsbild, das fortgeschrittene Behandlungsansätze erfordert.
  • B12- und Folsäuremangelanämien: Mangelzustände, die zu einer megaloblastären Anämie führen können.

Gerinnungsstörungen

  • Hämophilie: Eine Blutungsstörung, die auf einem erblichen Mangel an Gerinnungsfaktoren beruht. Es gibt zwei Hauptformen: Hämophilie A (Faktor-VIII-Mangel) und Hämophilie B (Faktor-IX-Mangel).
  • Von-Willebrand-Syndrom: Die häufigste erbliche Blutungsstörung. Sie kann sich durch Nasenbluten, Zahnfleischbluten und verstärkte Menstruationsblutungen bemerkbar machen.
  • Immunthrombozytopenische Purpura (ITP): Eine Erkrankung, die durch einen Abfall der Thrombozytenzahl zu punktförmigen Hautblutungen und blauen Flecken führt.
  • Thrombophilie: Ein Zustand mit erhöhter Neigung zur Blutgerinnung. Sie wird untersucht, um das Risiko für Gefäßverschlüsse (Thrombosen) zu bewerten.

Weitere hämatologische Zustände

  • Neutropenie: Ein Mangel an Neutrophilen, einer Art weißer Blutkörperchen, der die Anfälligkeit für Infektionen erhöht.
  • Panzytopenie: Ein Zustand, bei dem alle Blutzellreihen vermindert sind, was die Abklärung schwerwiegender zugrunde liegender Ursachen erfordert.
  • Hämolytische Anämien: Ein Anämiebild, das durch einen schnelleren Abbau der roten Blutkörperchen als normal entsteht.
  • Lymphadenopathie: Eine Schwellung der Lymphknoten, die gutartige oder bösartige Ursachen haben kann.

Krebserkrankungen im Kindesalter (Onkologische Erkrankungen)

Krebserkrankungen im Kindesalter weisen andere biologische Merkmale auf als bei Erwachsenen, und die Ansprechraten auf die Behandlung sind in der Regel höher. Die wichtigsten Krebserkrankungen bei Kindern sind:

Leukämien (Blutkrebs)

  • Akute lymphatische Leukämie (ALL): Die häufigste Krebserkrankung im Kindesalter. Mit modernen Chemotherapie-Protokollen liegen die Heilungsraten bei über achtzig Prozent. Blässe, Müdigkeit, Fieber, Knochenschmerzen und leichte blaue Flecken sind die Hauptsymptome.
  • Akute myeloische Leukämie (AML): Eine im Vergleich zur ALL seltenere, aber intensivere Behandlungsformen erfordernde Leukämieart.
  • Chronische myeloische Leukämie (CML): Bei Kindern selten, aber mit zielgerichteten Therapien werden erfolgreiche Ergebnisse erzielt.

Lymphome

  • Hodgkin-Lymphom: Eine Krebsart, die von den Lymphknoten ausgeht und bei Kindern hohe Heilungsraten aufweist. Charakteristisch sind schmerzlose Lymphknotenschwellungen, Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust.
  • Non-Hodgkin-Lymphom: Es gibt Untertypen wie das Burkitt-Lymphom, das lymphoblastische Lymphom und das großzellige Lymphom. Sie können zu schnell wachsenden Tumormassen führen.

Solide Tumoren

  • Hirntumoren: Nach der Leukämie die zweithäufigste Krebsgruppe im Kindesalter. Sie können sich durch Kopfschmerzen, Erbrechen, Sehstörungen und Gleichgewichtsprobleme äußern.
  • Neuroblastom: Ein Tumor, der vom Nervensystem ausgeht. Er tritt meist bei Kindern unter fünf Jahren auf. Er kann sich durch Bauchschwellungen, Knochenschmerzen und eine Verschlechterung des Allgemeinzustands bemerkbar machen.
  • Wilms-Tumor (Nephroblastom): Ein für das Kindesalter spezifischer Tumor, der von der Niere ausgeht. Er wird oft durch eine tastbare Masse im Bauchraum entdeckt und spricht gut auf die Behandlung an.
  • Weichteilsarkome (Rhabdomyosarkom): Tumoren, die vom Muskel- und Bindegewebe ausgehen.
  • Knochentumoren (Osteosarkom, Ewing-Sarkom): Treten insbesondere im Jugendalter auf. Sie können sich durch Knochenschmerzen und Schwellungen bemerkbar machen.
  • Retinoblastom: Ein Tumor, der von der Netzhaut des Auges ausgeht. Ein weißes Aufleuchten im Auge und Schielen können erste Anzeichen sein.

Diagnoseverfahren

Im Bereich der pädiatrischen Hämatologie und Onkologie beeinflusst eine präzise und schnelle Diagnose den Erfolg der Behandlung direkt:

  • Großes Blutbild und peripherer Blutausstrich: Die numerische und strukturelle Bewertung der Blutzellen ist der erste Schritt der Diagnose.
  • Knochenmarkaspiration und Biopsie: Wird zur sicheren Diagnose von Leukämien und anderen Knochenmarkserkrankungen verwendet.
  • Durchflusszytometrie (Flow-Zytometrie): Ermöglicht durch die Analyse von Oberflächenmarkern der Blut- oder Knochenmarkzellen die Bestimmung des Subtyps der Erkrankung.
  • Zytogenetische und molekulargenetische Tests: Chromosomenanalysen und die Untersuchung von Genmutationen sind für die Behandlungsplanung von entscheidender Bedeutung.
  • Bildgebende Verfahren: Mittels Ultraschall, CT, MRT und PET-CT werden Lage, Größe und Ausbreitung von Tumoren beurteilt.
  • Tumorbiopsie: Zur sicheren Diagnose solider Tumoren wird eine Gewebeprobe entnommen und pathologisch untersucht.
  • Tumormarker: Bestimmte im Blut messbare Substanzen helfen bei der Diagnose und der Überwachung des Behandlungsverlaufs.

Behandlungsmethoden

Bei der Behandlung von Blutkrankheiten und Krebserkrankungen im Kindesalter kommen verschiedene Methoden zum Einsatz:

  • Chemotherapie: Sie bildet die Grundlage der Krebsbehandlung. Es werden Behandlungsschemata angewendet, die internationalen Protokollen entsprechen.
  • Strahlentherapie: Bei bestimmten Krebsarten und Stadien wird eine Bestrahlung durchgeführt.
  • Chirurgische Behandlung: Bei soliden Tumoren kann ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung erforderlich sein.
  • Knochenmarktransplantation (hämatopoetische Stammzelltransplantation): Bei bestimmten Leukämien, schwerer aplastischer Anämie und einigen erblichen Erkrankungen ist dies eine kurative Behandlungsoption.
  • Zielgerichtete Therapien: Mit Medikamenten, die spezifische Moleküle der Krebszellen angreifen, ist eine Behandlung mit weniger Nebenwirkungen möglich.
  • Immuntherapie: Moderne Behandlungsansätze, die das Immunsystem gegen Krebszellen stärken.
  • Supportivtherapie: Bluttransfusionen, Infektionsprophylaxe, Ernährungsunterstützung und Schmerzmanagement sind untrennbare Bestandteile des Behandlungsprozesses.

Wann sollten Sie Ihr Kind zur pädiatrischen Hämatologie und Onkologie bringen?

  • Wenn unerklärliche Blässe, Müdigkeit und Erschöpfung anhalten
  • Wenn leicht blaue Flecken oder punktförmige Hautblutungen auftreten
  • Wenn häufiges und lang anhaltendes Nasenbluten auftritt
  • Wenn vergrößerte Lymphknoten am Hals, in der Achselhöhle oder in der Leistengegend bemerkt wurden
  • Wenn eine Schwellung oder ein Knoten im Bauchraum oder an einer anderen Körperstelle tastbar ist
  • Bei unerklärlichem Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust
  • Wenn Knochen- oder Gelenkschmerzen dauerhaft bestehen
  • Wenn unerwartet niedrige oder hohe Blutwerte festgestellt wurden
  • Wenn in der Familie eine Vorgeschichte von Blutkrankheiten oder Blutungsstörungen besteht

Knochenmarktransplantation und fortgeschrittene Therapien

Die hämatopoetische Stammzelltransplantation (Knochenmarktransplantation) ist eine wichtige kurative Behandlungsoption in der pädiatrischen Hämatologie und Onkologie. Bei Hochrisiko-Leukämien, rezidivierenden Krebserkrankungen, schwerer aplastischer Anämie, erblichen Blutkrankheiten wie Thalassämie major und Sichelzellenanämie sowie bei einigen Immundefektsyndromen kann eine Knochenmarktransplantation lebensrettend sein. Die Transplantation kann vom Patienten selbst (autolog) oder von einem geeigneten Spender (allogen) erfolgen. Es können Stammzellen von Geschwisterspendern, Fremdspendern oder aus Nabelschnurblut verwendet werden.

Psychosoziale Unterstützung und familienorientierte Pflege

Die Diagnose einer Krebserkrankung im Kindesalter ist ein Prozess, der das Kind ebenso tiefgreifend beeinflusst wie die Familie. Im Koru Krankenhaus werden während des Behandlungsprozesses auch die psychologischen Bedürfnisse des Kindes und der Familie berücksichtigt. Kinderpsychologen, Sozialarbeiter und Spezialisten für Kinderlebensqualität sind ein fester Bestandteil des Behandlungsteams. Die Fortführung des schulischen Lebens des Kindes, die Aufrechterhaltung von Gleichaltrigenbeziehungen und die Förderung des emotionalen Wohlbefindens sind wichtige Bestandteile des Behandlungsplans.

Die langfristige Nachsorge nach der Behandlung ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt des Dienstes der pädiatrischen Hämatologie und Onkologie. Patienten werden zu regelmäßigen Kontrollen einbestellt, um auf Spätfolgen der Behandlung, das Risiko von Zweitkrebserkrankungen und die psychosoziale Anpassung zu achten. Die Verbesserung der Lebensqualität nach dem Überleben ist eines der Hauptziele dieser Abteilung.

Warum Pädiatrische Hämatologie und Onkologie im Koru Krankenhaus?

  • Expertenteam: Es sind erfahrene Spezialisten tätig, die eine spezielle Ausbildung im Bereich der pädiatrischen Hämatologie und Onkologie absolviert haben.
  • Multidisziplinärer Ansatz: Es erfolgt eine koordinierte Zusammenarbeit mit der Kinderchirurgie, Radioonkologie, Pathologie, Radiologie und anderen Fachbereichen.
  • Aktuelle Behandlungsprotokolle: Es werden internationale, evidenzbasierte Behandlungsschemata angewendet.
  • Fortgeschrittene Diagnosemöglichkeiten: Molekulargenetik, Durchflusszytometrie und moderne bildgebende Verfahren sind unter einem Dach vereint.
  • Psychosoziale Unterstützung: Es werden umfassende psychologische Unterstützungsprogramme für Kinder und Familien angeboten.
  • Blutbankdienste: Eine Infrastruktur für sichere Bluttransfusionen ist vorhanden.

In der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie des Koru Krankenhauses bieten unsere Fachärzte unseren kleinen Patienten Hoffnung und Gesundheit, indem sie die aktuellsten wissenschaftlichen Ansätze bei der Behandlung von Blutkrankheiten und Krebserkrankungen im Kindesalter anwenden. Wenn Sie bei Ihrem Kind Symptome bemerken, die den Verdacht auf eine Blutkrankheit oder Krebserkrankung nahelegen, empfehlen wir Ihnen, sich unverzüglich an unsere Abteilung zu wenden.

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