Augenheilkunde
In der Augenheilkunde werden moderne Operationstechniken und Technologie zur Behandlung von Katarakt, Glaukom, Netzhauterkrankungen und Fehlsichtigkeit eingesetzt.
Augenheilkunde (Ophthalmologie) ist der medizinische Fachbereich, der sich mit der Diagnose, Behandlung und Nachsorge aller Erkrankungen des Auges und des visuellen Systems befasst. Viele Beschwerden wie Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom), Netzhauterkrankungen, Refraktionsfehler, Augeninfektionen und Probleme der Tränenwege werden im Bereich der Ophthalmologie behandelt. Die Abteilung für Augenheilkunde des Koru Krankenhauses bietet ihren Patienten mit modernsten Diagnose- und Behandlungsgeräten sowie einem erfahrenen Expertenteam eine umfassende augenmedizinische Versorgung.
Die Bedeutung der Augengesundheit
Der Sehsinn ist einer der grundlegendsten Sinne des menschlichen Lebens. Wir nehmen etwa 80 Prozent der Informationen aus unserer Umgebung über unsere Augen wahr. Die frühzeitige Diagnose und Behandlung von Augenerkrankungen ist entscheidend, um Sehverlust zu verhindern und die Lebensqualität zu erhalten. Augenärzte übernehmen die Verantwortung für den Schutz und die Behandlung der Augengesundheit von Personen aller Altersgruppen, vom Neugeborenenalter bis ins hohe Alter.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation leiden weltweit etwa 2,2 Milliarden Menschen an einer Sehbehinderung, wobei ein erheblicher Teil dieser Fälle vermeidbar oder behandelbar ist. Regelmäßige Augenuntersuchungen ermöglichen es, viele Augenerkrankungen in einem frühen Stadium zu erkennen.
Katarakt (Grauer Star)
Katarakt ist ein Zustand, bei dem die Augenlinse ihre Transparenz verliert und trüb wird. Als häufigste Ursache für vermeidbare Erblindung weltweit tritt der Graue Star meist mit zunehmendem Alter auf. Er kann jedoch auch in jüngeren Jahren aufgrund von Diabetes, Traumata, langfristiger Kortikosteroideinnahme oder angeborenen Ursachen entstehen.
Symptome für einen Katarakt sind:
- Zunehmend verschwommenes und trübes Sehen
- Farben wirken blass und leblos
- Deutliche Verschlechterung der Nachtsicht
- Wahrnehmung von Lichthöfen (Halos) um Lichtquellen
- Häufige Änderung der Brillenstärke
- Doppelbilder (auf einem Auge)
Die Kataraktoperation ist heute einer der am häufigsten durchgeführten chirurgischen Eingriffe. Bei der Phakoemulsifikation wird die getrübte Linse mithilfe von Ultraschallenergie zertrümmert, abgesaugt und durch eine künstliche Intraokularlinse ersetzt. Die Operation wird in der Regel unter örtlicher Betäubung in 15-20 Minuten durchgeführt und die Patienten können noch am selben Tag entlassen werden. Dank Multifokal- und Trifokallinsen können Patienten nach der Operation in der Nähe, im Zwischenbereich und in der Ferne ohne Brille sehen.
Glaukom (Grüner Star)
Glaukom ist eine ernsthafte Augenerkrankung, die durch eine Schädigung des Sehnervs aufgrund eines erhöhten Augeninnendrucks und einen fortschreitenden Gesichtsfeldverlust gekennzeichnet ist. Da das Glaukom die häufigste Ursache für irreversible Erblindung weltweit ist und bis zu fortgeschrittenen Stadien meist keine Symptome zeigt, wird es auch als "stiller Dieb" bezeichnet.
Zu den Risikofaktoren für ein Glaukom gehören höheres Alter, familiäre Vorbelastung, hoher Augeninnendruck, Kurzsichtigkeit, Diabetes, Bluthochdruck und langfristige Kortikosteroideinnahme. Regelmäßige Augenuntersuchungen und die Messung des Augeninnendrucks sind für die Früherkennung eines Glaukoms lebenswichtig.
Bei der Glaukombehandlung wird ein stufenweiser Ansatz verfolgt:
- Medikamentöse Behandlung: Augentropfen, die den Augeninnendruck senken, bilden die erste Stufe der Behandlung. Prostaglandin-Analoga, Betablocker, Alpha-Agonisten und Carboanhydrase-Hemmer sind die wichtigsten Wirkstoffgruppen.
- Laserbehandlung: Selektive Lasertrabekuloplastik (SLT) und Laser-Iridotomie sind Laserverfahren, die bei der Glaukombehandlung eingesetzt werden.
- Chirurgische Behandlung: Trabekulektomie, Glaukom-Drainage-Implantate und minimalinvasive Glaukomchirurgie (MIGS) sind chirurgische Methoden, die bei fortgeschrittenem Glaukom angewendet werden.
Netzhauterkrankungen
Die Netzhaut (Retina) ist die Nervenschicht im hinteren Teil des Auges, die Licht wahrnimmt und visuelle Signale an das Gehirn weiterleitet. Wenn Netzhauterkrankungen nicht behandelt werden, können sie zu schwerem Sehverlust führen.
Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)
Die altersabhängige Makuladegeneration ist in entwickelten Ländern die häufigste Ursache für Sehverlust bei Personen über 50 Jahren. Sie entsteht durch eine Schädigung der Makula, dem zentralen Bereich der Netzhaut. Es gibt zwei Formen: die trockene und die feuchte AMD. Bei der feuchten AMD kommt es zur Bildung abnormaler Gefäße unter der Netzhaut und zu Flüssigkeitsaustritten. Die effektivste Behandlungsmethode ist die intravitreale Injektion von Anti-VEGF-Medikamenten.
Diabetische Retinopathie
Die diabetische Retinopathie ist eine der wichtigsten Komplikationen von Diabetes am Auge. Ein hoher Blutzuckerspiegel schädigt die Netzhautgefäße und führt zu Blutungen, Leckagen und der Bildung neuer Gefäße. Regelmäßige Untersuchungen des Augenhintergrunds sind für Diabetiker zur Früherkennung von großer Bedeutung. Die Behandlung umfasst Laser-Photokoagulation, Anti-VEGF-Injektionen und in fortgeschrittenen Fällen die Vitrektomie.
Netzhautablösung
Eine Netzhautablösung liegt vor, wenn sich die Netzhaut von ihrem darunter liegenden Gewebe ablöst. Hauptsymptome sind das Sehen von "fliegenden Mücken", Lichtblitzen und ein Schatten, der wie ein Vorhang wirkt. In diesem Notfall wird die Netzhaut mittels pneumatischer Retinopexie, Cerclage (sklerale Eindellung) oder Vitrektomie wieder angelegt. Ein frühzeitiges Eingreifen verbessert die Sehprognose erheblich.
Refraktionsfehler und Laserbehandlung
Refraktionsfehler sind Sehstörungen, die dadurch entstehen, dass das Auge das Licht nicht korrekt auf der Netzhaut bündeln kann:
- Myopie (Kurzsichtigkeit): Das Bild wird vor der Netzhaut fokussiert. Objekte in der Ferne erscheinen verschwommen.
- Hyperopie (Weitsichtigkeit): Das Bild wird hinter der Netzhaut fokussiert. Besonders im Nahbereich treten Anstrengungen auf.
- Astigmatismus (Hornhautverkrümmung): Aufgrund einer unregelmäßigen Krümmung der Hornhaut kann das Bild nicht punktförmig auf der Netzhaut fokussiert werden.
- Presbyopie (Alterssichtigkeit): Mit zunehmendem Alter verliert die Augenlinse an Elastizität, was zu Schwierigkeiten beim Nahsehen führt.
Neben dem Tragen von Brillen und Kontaktlinsen bietet die Excimer-Laserbehandlung eine dauerhafte Lösung für Refraktionsfehler. Methoden wie LASIK, PRK und SMILE ermöglichen die Korrektur von Fehlsichtigkeiten durch Laseranwendung auf der Hornhaut. Die Eignung für eine Laserbehandlung wird durch eine umfassende Augenuntersuchung und Hornhauttopographie bewertet.
Trockenes Auge (Sicca-Syndrom)
Das Sicca-Syndrom (trockenes Auge) ist eine häufige Augenerkrankung, die durch unzureichende Tränenproduktion oder eine verminderte Qualität des Tränenfilms entsteht. Trockene Augen äußern sich durch Brennen, Stechen, Rötung, verschwommenes Sehen und paradoxerweise durch übermäßigen Tränenfluss. Die zunehmende Nutzung von Computern und Bildschirmen, klimatisierte Umgebungen und das Tragen von Kontaktlinsen erhöhen das Risiko für trockene Augen.
Die Behandlung umfasst künstliche Tränen, entzündungshemmende Augentropfen, Tränenkanalstöpsel (Punctum Plugs) und Anpassungen des Lebensstils. In schweren Fällen können auch autologe Serum-Augentropfen und Amnionmembran-Transplantationen in Betracht gezogen werden.
Schielen und Schwachsichtigkeit
Schielen (Strabismus) ist ein Zustand, bei dem die Augen nicht in die gleiche Richtung blicken können. Das im Kindesalter häufig auftretende Schielen kann unbehandelt zu einer Schwachsichtigkeit (Amblyopie) führen. Schwachsichtigkeit ist ein Zustand, bei dem ein Auge ohne strukturelle Ursache sein volles Sehpotenzial nicht erreicht. Eine Diagnose und Behandlung im frühen Kindesalter erhöht die Erfolgschancen erheblich.
Die Behandlung umfasst Brillenkorrekturen, Okklusionstherapie (Abkleben), orthoptische Übungen und bei Bedarf chirurgische Eingriffe. Regelmäßige Augenuntersuchungen bei Kindern sind für die Früherkennung von Schielen und Schwachsichtigkeit lebenswichtig.
Keratokonus
Keratokonus ist eine fortschreitende Hornhauterkrankung, die durch eine Ausdünnung und kegelförmige Verformung der Hornhaut gekennzeichnet ist. Verschwommenes und verzerrtes Sehen, Lichtempfindlichkeit, häufige Änderungen der Brillenstärke und Probleme bei der Nachtsicht sind die Hauptsymptome. Die Behandlung umfasst Brillen, harte Kontaktlinsen, Hornhautvernetzung (Cross-Linking), intrakorneale Ringsegmente und in fortgeschrittenen Fällen eine Hornhauttransplantation. Die Cross-Linking-Behandlung ist eine effektive Methode, um das Fortschreiten des Keratokonus zu stoppen.
Augeninfektionen und Entzündungen
Augeninfektionen sind häufige Gesundheitsprobleme, die in jeder Altersgruppe auftreten können:
- Konjunktivitis: Entzündung der Bindehaut. Sie kann bakteriellen, viralen oder allergischen Ursprungs sein.
- Keratitis: Hornhautentzündung. Das Tragen von Kontaktlinsen ist ein wesentlicher Risikofaktor.
- Uveitis: Entzündung des Augeninneren. Sie kann mit Autoimmunerkrankungen und Infektionen in Verbindung stehen.
- Blepharitis: Entzündung des Lidrandes. Sie verläuft chronisch und erfordert eine regelmäßige Lidrandhygiene.
- Gerstenkorn und Hagelkorn: Läsionen, die durch Verstopfung und Infektion der Drüsen im Augenlid entstehen.
Erkrankungen der Tränenwege
Eine Tränenwegsstenose ist ein Zustand, bei dem die Tränenflüssigkeit nicht über den normalen Abflussweg in die Nase abfließen kann, was zu ständigem Tränenfluss und Infektionen führt. Bei Erwachsenen tritt dies am häufigsten als chronische Dakryozystitis (Tränensackentzündung) auf. Bei Säuglingen ist eine angeborene Tränenwegsstenose häufig und öffnet sich meist durch Massage von selbst. In der Behandlung wird durch eine Dakryozystorhinostomie (DSR) ein neuer Weg für den Abfluss der Tränen in die Nase geschaffen.
Erkrankungen der Augenlider
Erkrankungen der Augenlider können sowohl funktionelle als auch kosmetische Probleme verursachen. Ptosis (Lidsenkung), Entropium (Einwärtsrollen des Lids), Ektropium (Auswärtsrollen des Lids) und Lidtumoren sind Zustände, die eine chirurgische Behandlung erfordern können. Mit einer Blepharoplastik werden Lidsenkungen und überschüssiges Hautgewebe korrigiert.
Präventive Augengesundheit
Wichtige Punkte zum Schutz der Augengesundheit sind:
- Regelmäßige Augenuntersuchungen (mindestens einmal jährlich)
- Kontrolle systemischer Erkrankungen wie Diabetes und Bluthochdruck
- Verwendung einer Sonnenbrille mit UV-Filter
- Anwendung der 20-20-20-Regel bei der Arbeit am Computer oder Bildschirm
- Verzicht auf das Rauchen
- Ausgewogene Ernährung und Konsum von antioxidantienreichen Lebensmitteln
- Verwendung von Schutzbrillen im Rahmen der Arbeitssicherheit
- Frühzeitige Augenuntersuchungen bei Kindern
In der Abteilung für Augenheilkunde (Ophthalmologie) des Koru Krankenhauses bieten unsere Fachärzte unseren Patienten eine qualitativ hochwertige und zuverlässige Gesundheitsversorgung, indem sie modernste Technologien und wissenschaftliche Ansätze zum Schutz Ihrer Sehkraft und zur Behandlung von Augenerkrankungen anwenden.
Unsere Ärzte
Katarakt, glokom ve retina tedavisinde ileri cerrahi uygulayan göz hekimlerimiz

Doç. Dr. Mehmet Balcı
Augenheilkunde Facharzt für Koru Sincan Hastanesi
Op. Dr. Mehmet Şahin
Augenheilkunde Facharzt für Koru Ankara Hastanesi
Op. Dr. Nazife Aşıkgarip
Augenheilkunde Facharzt für Koru Kavaklıdere Hastanesi
Op. Dr. Saim Üstünel
Augenheilkunde Facharzt für Koru Ankara Hastanesi
