Radiologie

Panorama-Röntgen

Beurteilung der Zahn- und Kieferstruktur in einer einzigen Aufnahme.

Eine korrekte Diagnose ist der Grundstein für eine effektive Behandlung in der Mund- und Zahngesundheit. In der zahnmedizinischen Praxis kommt neben der klinischen Untersuchung auch bildgebenden Verfahren eine große Bedeutung zu. Zu den am häufigsten angewandten und umfassendsten Untersuchungsmethoden zählt das Panoramaröntgen. Dieses Verfahren, das eine Beurteilung aller Zahnreihen, Kieferknochen und Kiefergelenke in einer einzigen Aufnahme ermöglicht, ist sowohl bei der routinemäßigen Zahnuntersuchung als auch bei der chirurgischen Planung ein unverzichtbares Instrument. Das Panoramaröntgen, das bei Patienten jeden Alters – vom Kind bis zum Senioren – sicher angewendet werden kann, gilt als eines der grundlegenden bildgebenden Verfahren der modernen Zahnmedizin.

Was ist ein Panoramaröntgen?

Das Panoramaröntgen ist ein zweidimensionales zahnmedizinisches Bildgebungsverfahren, bei dem die Ober- und Unterkieferknochen, alle Zähne, Kiefergelenke und umliegende Strukturen in einer einzigen panoramischen Aufnahme dargestellt werden. Im Gegensatz zu klassischen kleinen Zahnröntgenaufnahmen kann der gesamte Mundraum auf einmal beurteilt werden. Dies bietet dem Arzt einen schnellen und umfassenden Überblick. Da das Bild über digitale Sensoren gewonnen wird, erscheint es innerhalb von Sekunden auf dem Bildschirm und kann mit KI-gestützter Software detailliert analysiert werden.

Funktionsprinzip

Beim Panoramaröntgengerät rotieren die Röntgenquelle und der Detektor halbkreisförmig um den Kopf des Patienten. Währenddessen wird unter Verwendung einer geringen Röntgendosis ein Bild der Kieferstrukturen durch den digitalen Sensor aufgezeichnet. Eine Computersoftware wandelt die gekrümmte Kieferanatomie in ein einziges, geglättetes Panoramabild um. Die Aufnahmezeit beträgt lediglich 15-20 Sekunden. Diese kurze Dauer erleichtert es insbesondere bei Kindern, ruhig zu bleiben.

In welchen Fällen wird es eingesetzt?

Das Panoramaröntgen findet in vielen Bereichen der Zahnmedizin bei einem breiten Indikationsspektrum Anwendung:

  • Allgemeine Zahn- und Kieferuntersuchung: Als erste diagnostische Untersuchung
  • Kontrolle der Weisheitszähne: Identifizierung von verlagerten oder schief stehenden Zähnen
  • Implantatplanung: Beurteilung der Kieferknochenhöhe und -dichte
  • Vor kieferorthopädischen Behandlungen: Behandlungsplanung und Verfolgung der Zahnentwicklung
  • Suche nach Zysten und Tumoren: Pathologien in den Kieferknochen
  • Kieferfrakturen: Frakturerkennung nach Traumata
  • Kiefergelenkserkrankungen: Beurteilung des Kiefergelenks (TMG)
  • Sinusitis-Untersuchung: Zustand der Kieferhöhlen
  • Pädiatrische Zahnheilkunde: Überwachung des Zahnwechsels von Milch- zu bleibenden Zähnen
  • Parodontale Beurteilung: Untersuchung des Zahnfleisches und des umgebenden Knochengewebes
  • Suche nach Fremdkörpern im Kiefer

Vorteile des Panoramaröntgens

Im Vergleich zu klassischen kleinen Zahnröntgenaufnahmen bietet das Panoramaröntgen viele Vorteile:

  • Großes Sichtfeld: Der gesamte Mundraum wird in einer Aufnahme beurteilt.
  • Patientenkomfort: Es werden keine Filme oder Sensoren in den Mund eingebracht.
  • Schnelle Aufnahme: Der Vorgang ist in wenigen Sekunden abgeschlossen.
  • Geringe Strahlendosis: Bei modernen digitalen Geräten ist die Dosis sehr niedrig.
  • Pädiatrische Eignung: Kann bei kleinen Kindern problemlos angewendet werden.
  • Beurteilung mehrerer Strukturen: Zähne, Knochen und Gelenke werden gleichzeitig untersucht.
  • Chirurgische Planung: Ein unverzichtbares Instrument vor Extraktionen und Implantationen.
  • Digitale Aufzeichnung: Bilder können archiviert und verglichen werden.
  • Erkennung zahnmedizinischer Bedürfnisse auf einen Blick
  • Erleichterung bei Patienten mit Würgereflex

Wie verläuft der Untersuchungsprozess?

Vor einem Panoramaröntgen ist keine spezielle Vorbereitung erforderlich. Vor der Aufnahme informiert der Arzt den Patienten kurz; Schmuck und Metallgegenstände müssen abgelegt werden. Bei Verdacht auf eine Schwangerschaft muss der Arzt unbedingt informiert werden. Herausnehmbare Prothesen werden während des Eingriffs ebenfalls aus dem Mund genommen.

Aufnahmephase

Der Patient steht aufrecht vor dem Gerät, platziert das Kinn auf der speziellen Stütze und beißt auf den Beißstab. Der Rücken wird gerade gehalten, die Schultern zurückgenommen. Während das Gerät langsam um den Kopf rotiert, muss der Patient ruhig bleiben und den Atem anhalten. Die Aufnahme ist in 15-20 Sekunden abgeschlossen. Bei Kindern kann die Unterstützung durch die Eltern empfohlen werden, um Stillsitzen zu gewährleisten.

Auswertung der Ergebnisse

Das digitale Bild erscheint in kurzer Zeit auf dem Bildschirm. Der Zahnarzt oder der Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtsradiologie untersucht das Bild detailliert und erstellt einen Befund. In notwendigen Fällen können weiterführende Untersuchungen wie die dentale Volumentomographie (DVT) empfohlen werden. Die Bilder werden im digitalen Archiv gespeichert, um Vergleiche bei der Behandlungsnachsorge zu ermöglichen.

Zu beachtende Punkte

Um das genaueste Ergebnis der Untersuchung zu erhalten, sollten einige Punkte beachtet werden:

  • Vor der Aufnahme müssen Metallgegenstände wie Ohrringe, Halsketten, Brillen und Haarklammern abgelegt werden.
  • Herausnehmbare Prothesen müssen während des Eingriffs aus dem Mund genommen werden.
  • Ein Verdacht auf Schwangerschaft muss unbedingt vorab dem Arzt mitgeteilt werden.
  • Während der Aufnahme muss der Kopf ruhig gehalten werden und der Atem angehalten werden.
  • Bei Kindern kann die Unterstützung der Eltern erforderlich sein, um während der Aufnahme Stillsitzen zu gewährleisten.
  • Patienten mit Nacken- oder Rückenbeschwerden könnten Schwierigkeiten mit der aufrechten Haltung haben; dies sollte dem Arzt mitgeteilt werden.
  • Regelmäßig eingenommene Medikamente und chronische Krankheiten sollten für den zahnmedizinischen Behandlungsplan mit dem Arzt geteilt werden.
  • Patienten mit Hörgeräten sollten diese vor der Aufnahme ablegen.
  • Haarklammern und metallische Haaraccessoires müssen entfernt werden.
  • Kleidung mit Metallknöpfen sowie Schals oder Halstücher sollten abgelegt werden.

Vergleich zwischen Panoramaröntgen und dentaler Volumentomographie

Da das Panoramaröntgen ein zweidimensionales Bildgebungsverfahren ist, kann es in einigen klinischen Fällen nicht ausreichen. Insbesondere bei der Planung von Zahnimplantaten, bei der Chirurgie verlagerter Zähne, der Beurteilung von Kiefertumoren und Kiefergelenkspathologien kommt die dentale Volumentomographie (DVT) als ergänzendes Verfahren zum Einsatz. Die DVT liefert hochauflösende dreidimensionale Bilder und bietet detaillierte Informationen über die Dichte des Kieferknochens, den Verlauf von Nerven, die Struktur der Kieferhöhlen und die dreidimensionale Position der Zähne. Im Vergleich zum klassischen medizinischen CT ist die Strahlendosis bei der DVT deutlich geringer.

Die Bedeutung regelmäßiger zahnmedizinischer Bildgebung

Panoramaröntgenaufnahmen, die bei Erwachsenen alle 3-5 Jahre und bei Kindern zur Verfolgung der Entwicklung in kürzeren Abständen durchgeführt werden, spielen eine wichtige Rolle bei der Erhaltung der Mund- und Zahngesundheit. Im Frühstadium erkannte Zysten, Probleme durch verlagerte Zähne und Kieferpathologien können mit minimalinvasiven Methoden behandelt werden. Die Erkennung von Kieferknochenerkrankungen, die bei gesunden Individuen symptomlos verlaufen, ist nur durch bildgebende Verfahren möglich. Daher sind die im Rahmen der regelmäßigen zahnärztlichen Kontrollen geplanten Panoramaröntgen-Screenings ein wichtiges Instrument für den langfristigen Erhalt der Mund- und Zahngesundheit.

Als Koru Krankenhaus bewerten wir die Zahn- und Kiefergesundheit unserer Patienten mit unseren modernen digitalen Panoramaröntgengeräten sowie unserem erfahrenen Team aus Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen und Radiologen auf höchstem Niveau. Dank der Niedrigdosis-Technologie halten wir die Strahlensicherheit auf dem höchsten Stand und legen großen Wert auf den Komfort unserer Kinder- und Erwachsenenpatienten. Dank unserer Radiologie-Abteilung, die koordiniert mit unseren Zahnärzten, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen sowie Kieferorthopäden zusammenarbeitet, erstellen wir schnell Befunde für Panoramaröntgenaufnahmen und unterstützen diese bei Bedarf mit weiterführenden Bildgebungen wie der dentalen Volumentomographie. Mit unseren individuell auf jeden Einzelnen zugeschnittenen Untersuchungs- und Behandlungsplänen bieten wir zuverlässige Dienstleistungen in einem breiten Spektrum, von Implantatanwendungen bis hin zu kieferorthopädischen Behandlungen, und fühlen uns geehrt, an Ihrer Seite zu sein, um die Mund- und Zahngesundheit all unserer Patienten, vom Kind bis zum Senioren, zu schützen.

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