Die Koronar-Intensivstation ist eine spezialisierte Einheit, in der akute kardiologische Notfälle, insbesondere das akute Koronarsyndrom, überwacht und behandelt werden und die über hochmoderne Technologie sowie eine lückenlose Monitoring-Kapazität verfügt. Die Koronar-Intensivstation des Koru Krankenhauses führt mit ihrem erfahrenen Team aus den Bereichen Kardiologie und Notfallmedizin lebensrettende Eingriffe schnellstmöglich und effektiv durch.
Behandelte Krankheitsbilder auf der Koronar-Intensivstation
Die wichtigsten kardiologischen Notfälle, die in der Einheit überwacht und behandelt werden, sind:
- Akuter Myokardinfarkt (Herzinfarkt): Nach einer notfallmäßigen interventionellen Behandlung erfolgt die Überwachung von Patienten mit ST-Hebungsinfarkt (STEMI) und Nicht-ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI) während der kritischen Phase.
- Instabile Angina Pectoris: Monitoring und Risikostratifizierung von Hochrisikopatienten mit Ruheangina oder neu aufgetretener Angina.
- Akute Herzinsuffizienz: Anwendung hämodynamischer Unterstützungsverfahren bei akuter dekompensierter Herzinsuffizienz und kardiogenem Schock.
- Lebensbedrohliche Arrhythmien: Notfallmanagement bei ventrikulärer Tachykardie, Kammerflimmern, vollständigem Herzblock und supraventrikulären Arrhythmien, die zu hämodynamischer Instabilität führen.
- Akute Lungenembolie: Anwendung von thrombolytischen Therapien und Antikoagulationsprotokollen bei massiven und submassiven Lungenembolien.
- Hypertensive Krise: Durchführung kontrollierter Blutdrucksenkungen bei hypertensiven Notfällen mit Risiko für Endorganschäden.
- Akute Perikarditis und Myokarditis: Überwachung und Behandlung entzündlicher Herzerkrankungen auf Intensivstation-Niveau.
Kardiales Monitoring-System
Das wesentliche Merkmal der Koronar-Intensivstation ist die Kapazität für ein lückenloses und multiparametrisches kardiales Monitoring:
- Kontinuierliches EKG-Monitoring: Echtzeit-Auswertung von ST-Streckenveränderungen und Arrhythmie-Alarmen durch 12-Kanal-EKG-Überwachung.
- Hämodynamisches Monitoring: Kontinuierliche Aufzeichnung des invasiven und nicht-invasiven arteriellen Blutdrucks, des zentralvenösen Drucks und der Herzzeitvolumen-Messungen.
- Pulsoximetrie und Kapnographie: Sofortige Überwachung der Sauerstoffsättigung und der respiratorischen Parameter.
- Überwachung kardialer Biomarker: Bewertung des Therapieansprechens durch serielle Messungen von Biomarkern wie Troponin, CK-MB, BNP und D-Dimer.
- Bettseitige Echokardiographie: Einsatz der Point-of-Care-Ultraschalldiagnostik zur sofortigen Beurteilung der linksventrikulären Funktion, Wandbewegungsstörungen und struktureller Pathologien.
Koordination der notfallmäßigen interventionellen Therapie
Bei Fällen von akutem Koronarsyndrom ist die Minimierung der „Door-to-Balloon“-Zeit von entscheidender Bedeutung. Die Koronar-Intensivstation verfügt über ein integriertes Notfall-Aktivierungsprotokoll mit dem kardiologischen Katheterlabor. Das Team steht für primäre perkutane Koronarinterventionen (PCI) bei STEMI-Fällen rund um die Uhr bereit und kann innerhalb weniger Minuten intervenieren.
Postinterventionelle Überwachung
Nach einer perkutanen Koronarintervention oder einer thrombolytischen Therapie werden intensive Überwachungsprotokolle angewandt, um den Erfolg der Reperfusion zu bewerten, Blutungskomplikationen frühzeitig zu erkennen und mögliche Komplikationen wie Stentthrombosen zu verhindern.
Teamstruktur und Arbeitsweise
Auf der Koronar-Intensivstation sind rund um die Uhr Kardiologen, Intensivpflegekräfte und medizinisches Assistenzpersonal im Einsatz. Die Anzahl der Patienten pro Pflegekraft ist gemäß internationalen Standards begrenzt, um eine individuelle Patientenversorgung auf höchstem Niveau zu gewährleisten.
Aufklärung von Patienten und Angehörigen
Während des Aufenthalts auf der Koronar-Intensivstation werden die Angehörigen regelmäßig informiert; es wird eine transparente Kommunikation über den Behandlungsplan und den erwarteten klinischen Verlauf gepflegt. Die Überleitung in ein kardiologisches Rehabilitationsprogramm nach der Entlassung sowie die Planung der Sekundärprävention werden ebenfalls vom Team der Einheit koordiniert.
Mit unserem spezialisierten Team auf der Koronar-Intensivstation des Koru Krankenhauses gewährleisten wir bei akuten kardiologischen Notfällen die schnellstmögliche Intervention, um das Leben unserer Patienten zu schützen.
