Behandlungszentren

Häusliche Gesundheitsdienste

Mit Hausarztbesuchen, pflegerischer Betreuung, Physiotherapie und betriebsärztlichen Diensten wird unseren Patienten in ihrer komfortablen Umgebung professionelle medizinische Unterstützung geleistet.

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Die Erbringung von Gesundheitsdienstleistungen außerhalb des Krankenhauses, im Lebens- und Arbeitsumfeld des Einzelnen, ist ein wesentlicher Bestandteil des modernen Gesundheitsverständnisses. Häusliche Gesundheitsdienste umfassen die medizinische Versorgung von Personen, die nach einer Krankenhausentlassung pflegebedürftig sind, an chronischen Krankheiten leiden oder aufgrund eingeschränkter Mobilität das Krankenhaus nicht aufsuchen können. Betriebliche Gesundheitsdienste hingegen sind ein umfassendes Programm, das die Prävention beruflicher Gesundheitsrisiken, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und die Intervention nach Arbeitsunfällen beinhaltet.

Umfang der häuslichen Gesundheitsdienste

Die häusliche Gesundheitsversorgung ermöglicht es, medizinische Pflege in Krankenhausqualität im eigenen Umfeld des Patienten fortzusetzen. Dieses Versorgungsmodell beschleunigt den Genesungsprozess des Patienten, eliminiert das Risiko von Krankenhausinfektionen und maximiert den Patientenkomfort.

Ärztliche Hausbesuche und medizinische Beurteilung

Bei Hausbesuchen durch erfahrene Ärzte werden eine umfassende körperliche Untersuchung, die Bewertung des Behandlungsplans und die Medikamentenanpassung durchgeführt. Die Betreuung chronischer Krankheiten, Wundbeurteilungen und das Management akuter Beschwerden erfolgen im häuslichen Umfeld. Bei Bedarf werden Entscheidungen über weiterführende Untersuchungen und die Einweisung ins Krankenhaus direkt vor Ort getroffen.

Häusliche Pflegedienste

Die im Rahmen der häuslichen Pflegedienste angebotenen Leistungen umfassen:

  • Wundversorgung: Chirurgische Wundverbände, diabetische Fußpflege, Behandlung von Druckgeschwüren (Dekubitus) und Überwachung chronischer Wunden
  • Intravenöse Therapie: Antibiotika-Infusionen zu Hause, Flüssigkeitsersatz und parenterale Ernährung
  • Katheterpflege: Pflege und Wechsel von Harnkathetern, Magensonden und Gastrostomie-Sonden
  • Stomapflege: Versorgung von Kolostomie, Ileostomie und Urostomie sowie Schulung von Patienten und Angehörigen
  • Medikamentengabe: Injektionen, Schulung zur Insulininjektion und Überwachung der Medikamenteneinhaltung (Adhärenz)
  • Überwachung der Vitalparameter: Messung von Blutdruck, Puls, Körpertemperatur, Sauerstoffsättigung und Blutzucker

Häusliche Physiotherapie und Rehabilitation

Nach orthopädischen Operationen, bei Schlaganfallpatienten, neurologischen Erkrankungen und nach längerer Bettlägerigkeit werden Physiotherapieprogramme zu Hause durchgeführt. Der Physiotherapeut bewertet die funktionelle Kapazität des Patienten und erstellt einen individuellen Übungsplan. Übungen zur Verbesserung des Bewegungsausmaßes der Gelenke, Kräftigungsübungen, Gleichgewichtstraining und Gangrehabilitation werden im häuslichen Umfeld fortgeführt.

Häuslicher Labordienst

Die Probenentnahme erfolgt durch Labortechniker direkt beim Patienten zu Hause. Proben für Routine- und Spezialtests wie großes Blutbild, Biochemie-Panel, Gerinnungstests, Hormonanalysen und Tumormarker werden unter geeigneten Bedingungen gesammelt. Die Proben werden unter Einhaltung der Kühlkettenvorschriften ins Labor transportiert und die Ergebnisse digital an den Patienten übermittelt.

Programme zur Betreuung chronisch Kranker

Eine der kritischsten Komponenten der häuslichen Gesundheitsdienste ist die Sicherstellung der regelmäßigen Überwachung chronischer Krankheiten. Die folgenden Patientengruppen profitieren von häuslichen Betreuungsprogrammen:

  • Diabetiker: Regelmäßige Blutzuckerkontrolle, HbA1c-Überwachung, Insulindosisanpassung, Untersuchung des diabetischen Fußes und Ernährungsberatung
  • Hypertonie-Patienten: Blutdrucküberwachung zu Hause, Bewertung der Medikamenteneinhaltung und Überwachung kardiovaskulärer Risikofaktoren
  • COPD- und Asthmapatienten: Überwachung der Lungenfunktion, Schulung zur Inhalator-Anwendung, Management der Sauerstofftherapie und Früherkennung von Exazerbationssymptomen
  • Herzinsuffizienz-Patienten: Tägliche Gewichtskontrolle, Ödembeurteilung, Anpassung der Diuretika-Dosis und Überwachung der Belastungstoleranz
  • Onkologische Patienten: Nachsorge nach Chemotherapie, Port-Katheter-Pflege, Ernährungsunterstützung und palliative Pflegedienste
  • Neurologische Patienten: Rehabilitation nach Schlaganfall, häusliche Betreuung von Parkinson- und Alzheimer-Patienten sowie Schulung der pflegenden Angehörigen

Palliativpflege und lebensbegleitende Dienste

Für Personen mit fortgeschrittenen chronischen Erkrankungen wird eine häusliche Palliativpflege angeboten, um die Schmerzkontrolle, das Symptommanagement und die Lebensqualität zu erhalten. Stufenweise Analgesie-Protokolle zur Schmerzbehandlung, die Kontrolle von Symptomen wie Übelkeit und Atemnot sowie psychologische Unterstützung sind die zentralen Interventionsbereiche des Palliativteams. Patienten und ihre Familien werden über den Krankheitsverlauf informiert und erhalten spirituellen Beistand.

Betriebliche Gesundheitsdienste

Die Gesundheitsdienste, die Arbeitgeber ihren Mitarbeitern im Rahmen der Arbeitsschutzgesetzgebung zur Verfügung stellen müssen, werden von der betriebsärztlichen Abteilung koordiniert. Ziel der betrieblichen Gesundheitsdienste ist die Prävention von Berufskrankheiten, die Reduzierung von Arbeitsunfällen und der Schutz der Mitarbeitergesundheit.

Einstellungsuntersuchungen und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

Vor Arbeitsbeginn wird für jeden Mitarbeiter eine umfassende gesundheitliche Bewertung durchgeführt. Je nach Art der Tätigkeit und Exposition werden spezifische Untersuchungspanels angewendet:

  • Großes Blutbild, Leber- und Nierenfunktionstests, Lipidprofil
  • Röntgen-Thorax und Lungenfunktionstest (in Branchen mit Staub- und Chemikalienexposition)
  • Audiometrie (Hörtest für Mitarbeiter in lärmbelasteten Umgebungen)
  • Augenuntersuchung und Sehtest
  • Elektrokardiographie (für Mitarbeiter in der kardiovaskulären Risikogruppe)
  • Überprüfung des Hepatitis-B-Impfstatus und erforderliche Impfungen

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen werden je nach Expositionsgrad des Mitarbeiters in Abständen von sechs Monaten bis zu zwei Jahren wiederholt. Bei Verdacht auf eine Berufskrankheit werden weiterführende Untersuchungen und Überweisungsprozesse eingeleitet.

Intervention nach Arbeitsunfällen

Bei Arbeitsunfällen werden Erste-Hilfe-Maßnahmen, eine notfallmedizinische Beurteilung und bei Bedarf die Koordination der Krankenhauseinweisung sichergestellt. Im Nachgang des Unfalls werden die Wiedereingliederungsfähigkeit des Mitarbeiters, die Analyse der funktionellen Kapazität und notwendige Arbeitsplatzanpassungen geplant.

Ergonomie und Bewertung beruflicher Risiken

Durch eine ergonomische Analyse des Arbeitsumfelds werden Empfehlungen zur Vorbeugung von Muskel-Skelett-Erkrankungen gegeben. Es werden Schulungen und Beratungen zu Themen wie Büroergonomie für Büroangestellte, Lastenhebetechniken im Produktionssektor und die Vermeidung von Verletzungen durch repetitive Bewegungen angeboten.

Betriebliche Check-up-Programme

Die für Unternehmen und Institutionen konzipierten betrieblichen Check-up-Programme ermöglichen eine umfassende Bewertung des allgemeinen Gesundheitszustands der Mitarbeiter. Die nach Alter, Geschlecht und Risikofaktoren personalisierten Check-up-Pakete umfassen folgende Komponenten:

  • Basis-Check-up: Großes Blutbild, Biochemie-Panel, Urinanalyse, Schilddrüsenfunktionstests, EKG und Röntgen-Thorax
  • Umfassender Check-up: Zusätzlich zum Basispaket: Abdomensonographie, Belastungs-EKG, Tumormarker und Hormonpanel
  • Executive-Check-up: Zusätzlich zum umfassenden Paket: Ganzkörper-MRT, koronare CT-Angiographie, Koloskopie und detaillierte kardiologische Beurteilung

Die Check-up-Ergebnisse werden für jeden Teilnehmer individuell dokumentiert. Über festgestellte Risikofaktoren und auffällige Befunde wird detailliert informiert und die notwendigen Weiterleitungen werden veranlasst.

Gesundheitserziehung und Sensibilisierungsprogramme

Die am Arbeitsplatz durchgeführten Gesundheitsseminare tragen zur Entwicklung des präventiven Gesundheitsbewusstseins der Mitarbeiter bei. Raucherentwöhnungsprogramme, Stressmanagement-Workshops, Ernährungsschulungen und Erste-Hilfe-Zertifikatsprogramme bilden die edukative Komponente der betrieblichen Gesundheitsdienste.

Im Rahmen der Koru Hastanesi Gesundheitsdienste zu Hause und am Arbeitsplatz bieten wir mit unserem Expertenteam auch außerhalb des Krankenhauses hochwertige und zuverlässige Gesundheitsleistungen an. Unser Team, bestehend aus erfahrenen Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten und Arbeitsmedizinern, bietet umfassende Gesundheitslösungen für unsere Patienten mit Pflegebedarf zu Hause sowie für Mitarbeiter an ihren Arbeitsplätzen.

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